Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Geblitzt worden auf der Autobahn BAB 13, km 78,07, Fahrtrichtung Bronkow? Nicht vorschnell zahlen!

Rechtstipp vom 30.01.2019
(4)
Rechtstipp vom 30.01.2019
(4)

Auf der A 13 wird an vielen Stellen geblitzt. Neben den bekannten stationären Anlagen wird auch oft mit mobilen Geräten gemessen. So auch bei km 78,07 in Fahrtrichtung Bronkow. Die Messstelle befindet sich in Richtung Dresden zwischen den Anschlussstellen Calau und Bronkow. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Beschilderung wird nach dem Autobahnparkplatz, welcher sich kurz nach der Ausfahrt Calau befindet, wiederholt. Die Ausrede, man habe nach einem Zwischenstopp den Fahrer gewechselt und dieser habe das Schild nicht gesehen (eine sehr häufige und ebenso erfolglose Einlassung von Betroffenen, die nicht oder schlecht anwaltlich beraten waren), hilft also nicht weiter. Rechtsanwalt Dr. Maik Bunzel erklärt in diesem Beitrag, wie sich Betroffene trotzdem mit Erfolg gegen Bußgelder nach Messungen bei km 78,07 auf der BAB 13 zur Wehr setzen können.

Das Messgerät – eine Blackbox

An der besagten Messstelle kommt der Einseitensensor 3.0 – kurz ESO ES 3.0 – zum Einsatz. Die genaue Funktionsweise des Geräts wird vom Hersteller ESO nicht mitgeteilt. Bestehen also konkrete Anhaltspunkte für eine Fehlmessung, können Zweifel an der Zuverlässigkeit der Messwertbildung begründet sein. Doch wie kann eine Messung geprüft werden, wenn das Gerät praktisch eine Blackbox ist? Die Lösung ist denkbar einfach: Im Rahmen der vollständigen Akteneinsicht erhält ein Verteidiger auch Zugriff auf die Messdaten und die sonstigen Fotos aus der Messreihe. Diese Daten kann ein technischer Sachverständiger auswerten.

Einschaltung eines Sachverständigen lohnt sich!

Der Sachverständige kann anhand der technischen Daten des Einzelfalls ermitteln, ob der durch das Messgerät gebildete Geschwindigkeitswert plausibel ist. Bestehen hier Bedenken, kann vor Gericht oft eine Einstellung des Verfahrens erreicht werden. Wer eine Rechtsschutzversicherung für das Verkehrsrecht abgeschlossen hat, geht mit der Beauftragung des Sachverständigen kein Risiko ein: Die Versicherung übernimmt nicht nur die Kosten für das gerichtliche Verfahren und den Anwalt, sondern auch die Kosten des Sachverständigen. Ein guter Anwalt weiß das und wird frühzeitig eine entsprechende Deckungszusage einholen. Das Gutachten kann dann bereits gegenüber der Behörde, spätestens aber vor Gericht genutzt werden, um auf eine Einstellung des Verfahrens hinzuwirken.

Fazit

Wer einen Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf der BAB 13 bei km 78,07 aus Gransee – hier sitzt die Zentrale Bußgeldstelle des Landes Brandenburg – erhalten hat, sollte nicht voreilig bezahlen. Der Gang zum Anwalt kann Bußgeld, Punkt(e) und ggf. Fahrverbot ersparen. Rechtsanwalt Dr. Maik Bunzel aus Cottbus berät Sie gern zu den Möglichkeiten im Einzelfall. Hierfür ist weder ein Besuch in Cottbus noch später eine Fahrt zum Amtsgericht Senftenberg erforderlich: Die Kommunikation mit Mandanten erfolgt per Telefon und E-Mail. Dem Gerichtstermin darf der Betroffene fernbleiben, wenn der Anwalt weiß, was hierzu beantragt und vorgetragen werden muss. Dies spart neben Zeit und Nerven auch – je nach Wohnort – noch eine Menge Geld!


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Ordnungswidrigkeiten­recht, Verkehrsrecht, Verwaltungsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Dr. Maik Bunzel (Rechtsanwalt Dr. Maik Bunzel)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.