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Heilbehandlungskosten und privatärztliche Behandlung nach Verkehrsunfall

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Heilbehandlungskosten allgemein

Alle Arzt- und Behandlungskosten, die nach einem unverschuldeten Unfall anfallen, sind grundsätzlich auszugleichen. Es gibt jedoch Schadenspositionen, die vom Krankenversicherer des Geschädigten nicht übernommen werden. Hierzu zählen Eigenanteile für Zahnbehandlungs- und Krankentransportkosten, Kosten einer Ersatzbrille, Kuraufenthalte, die vom Sozialversicherungsträger nicht übernommen werden, kosmetische Narbenbehandlungen oder Fahrtkosten zum Arzt.

Auch die Besuchskosten naher Angehöriger bei einem schweren Verkehrsunfall sind zu ersetzen. Voraussetzung ist jedoch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass diese Kosten medizinisch notwendig sind (vgl. BGH, Urteil vom 19.02.1991 – VI ZR 171/90). Während bei schwersten Verletzungen mit Lebensgefahr anfänglich 5-6 Besuche erstattungsfähig sind, ist bei leichten Verletzungen mitunter nur ein Besuch erstattungsfähig.

Privatärztliche Behandlung

Privatärztliche Behandlungsmaßnahmen unterliegen der Prüfung der Erforderlichkeit des § 249 Abs. 2 S. 1 BGB. Auch Kassenpatienten steht ausnahmsweise eine privatärztliche Behandlung zu, wenn bei schweren Verletzungen von Anfang an eine private Behandlung vorliegt, auch heute noch eine private Behandlung beansprucht wird und zu den Ärzten ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht (OLG München, Urteil vom 29.07.2004 – 24 U 827/03).

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht Christian Steffgen hat seit 2001 viele schwerwiegenden Personenschäden vertreten. Um die Regulierungsvorschläge der Versicherer zu beurteilen, bedarf es langjähriger Erfahrung bei der Bearbeitung von Unfallschäden im Verkehr. Rechtsanwalt Steffgen ist in Augsburg der empfohlene Vertragsanwalt der GTÜ. Neben der Regulierung führt er Fortbildungen nach § 15 FAO für andere Fachanwälte durch.


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