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Koffer "diagonal packen" - von jedem was in jeden Koffer

Rechtstipp vom 25.08.2015
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Rechtstipp vom 25.08.2015
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Hier ein einfacher Tipp mit ganz praktischer Bedeutung:

Bei einer Flugreise in den Urlaub kann es schon mal eine böse Überraschung geben, wenn der eigene Koffer nicht auf dem Laufband liegt. Vor dem Urlaub wird noch Passendes eingekauft und dann steht man ohne Koffer da. Keine T-Shirts, keine Badelatschen, keine kurze Hose, keine Schwimmkleidung ...

Die überwiegende Zahl der Koffer taucht wieder auf, aber das ist erst einmal keine Hilfe. Das Risiko des Kofferverlustes erhöht sich, wenn es kein Non-Stopp Flug ist, sondern der Koffer bei einer Zwischenlandung auch noch in das Flugzeug des Anschlussfluges transportiert werden muss. 

Das Urlaubsrisiko Kofferverlust lässt sich natürlich nicht vermeiden. Aber es ist nicht ganz so dramatisch, wenn zumindest ein Teil der Kleidung landet. Wenn eine Familie etwa mehrere Koffer packt, dann ist es sinnvoll, nicht für jeden Reisenden den eigenen Koffer nur mit eigener Kleidung zu packen, sondern „diagonal“ zu packen – also in jeden Koffer von jedem Reisenden einen Teil der Kleidung einzupacken. Das hilft zumindest, wenn nicht alle Koffer verlorengehen.

Hört sich plausibel an und kann Urlaubsfreude retten.

Ist der Koffer nämlich nicht da, bedeutet das eine Menge Lauferei, Ärger und Geldausgabe. Da ist es auch kein Trost, dass gegenüber der Fluggesellschaft grundsätzlich Ansprüche auf Schadensersatz bestehen, wenn der Koffer gar nicht wieder auftaucht oder dass die Ersatzkäufe – oder häufig besser „Notkäufe“ – jedenfalls zum Teil von den Fluggesellschaften erstattet werden. Regelmäßig wird ein Abzug von 50 % vorgenommen, weil die Ersatzkäufe auch nach Ende der Reise weiterverwendet werden können. Wenn es sich aber um echte „Notkäufe“ von Kleidung handelt, die der Reisenden nach dem Urlaub nicht mehr tragen möchte, dann fordere ich Kostenerstattung gegen Herausgabe der eingekauften Bekleidung „Zug um Zug“. 

Bei einer Pauschalreise ist daneben der Reiseveranstalter noch mitverantwortlich, so etwa für eine Reisepreisminderung, die sich ergeben kann für die Zeit ohne Koffer und die für die Formalitäten und Einkäufe verschwendete Zeit.

Also: Man sollte Koffer in der Hoffnung auf Schadensbegrenzung „diagonal packen“.


Rechtstipp aus der Themenwelt Freizeit und Reise und dem Rechtsgebiet Reiserecht

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