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Maschen des Krypto-Betrugs: Schützen Sie sich jetzt

  • 4 Minuten Lesezeit

Betrüger/-innen sind stets auf der Suche nach neuen Methoden, um an das Geld ihrer Opfer zukommen. Eine neue Masche, die sich nun etabliert hat, ist der Betrug mit Kryptowährungen.Allein in diesem Jahr ergaunerten sich Betrüger/-innen eine Summe in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar, so der Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis. Der Schaden bei Verbraucher/-innen ist immens.


Die Methoden

In einer Vielzahl der Fälle werden die Opfer auf perfide Weise dazu verleitet, Geld auf ausländische Konten zu überweisen. In anderen Fällen überweisen die Opfer die Summen auf seriöse Handelsplattformen, welche diese dann in Krypto-Währungen umwandeln. Das Geld wird in Wallets verschoben, welche zuvor nach Legitimation der Verbraucher/-innen angelegt wurden. Über Anydesk ist es den Betrüger/-innen dann möglich, direkt auf die Rechner ihrer Opfer zuzugreifen und das Walletguthaben in ihre eigenen Wallets zu verschieben

Um Ihre Anlagen und Ihr Vermögen zu schützen ist hier zunächst ein Überblick über die meistgenutzten Methoden der Betrüger/-innen:

Gefälschte Handelsplattformen oder Apps

Betrüger/-innen stellen zum Teil gefälschte Handelsplattformen für Kryptowährungen ins Netz oder Apps zum Herunterladen in den App Store. Sie täuschen Ihre Opfer durch die Darstellung falscher Versionen offizieller Krypto-Wallets. Der authentische Aufbau dieser Plattformen macht es für ahnungslose Verbraucher/-innen besonders schwer, den Betrug zu durchschauen. Sie fühlen sich verleitet über die Seiten in vermeintliche Kryptowährungen zu investieren. Die Investition scheint dann zunächst sehr gut zu verlaufen, bis die Auszahlungsanfrage abgelehnt oder die Website plötzlich offline genommen wird.


Phishing-Betrug

Betrüger/-innen verfolgen oft das Ziel, an Zugangsdaten, sowie Informationen zu den Online-Wallets von Verbraucher/-innen zu kommen, um sich dann Zugriff auf diese zu verschaffen. Über E-Mails sowie über gefälschte Websites werden Sie dazu verleitet Ihre Zugangsdaten preiszugeben. Die Betrüger/-innen können anschließend auf die Wallets zugreifen und sich somit an Ihrem Vermögen bereichern.


Manipulation des Marktes mit Pump- und Dump-Systemen

Eine weitere Vorgehensweise von Betrüger/-innen ist es bestimmte Coins per E-Mail oder über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagramm als vielversprechende und lohnende Anlage zu präsentieren. Anschließend stürzen sich Verbraucher/-innen auf die Coins und investieren, sodass der Preis rasant ansteigt. Die Betrüger/-innen verkaufen dann ihre Bestände mit einer hohen Gewinnmarge, sodass die Anlage wieder an Wert verliert. Der Geldverlust bei den restlichen Investitoren/-innen ist enorm.


Vertrauensaufbau durch vermeintliche Gewinne

In vielen Fällen werden Verbraucher/-innen dann telefonisch kontaktiert, sobald sie über eine Plattform oder Werbeannonce ihr Interesse bekunden. Manchmal wurden bereits in der Vergangenheit Summen investiert. Telefonisch geben sich dann die Betrüger/-innen als Broker/-innen oder Berater/-innen aus und geben vor, ihre Expertise teilen zu wollen. Opfer werden dann dazu veranlasst zunächst kleinere Summen zwischen 250,00 € bis 500,00 € zu investieren. Bereits nach wenigen Tagen können die Betroffenen bereits vermeintliche Gewinne einsehen bzw. sich sogar kleinere Summen auszahlen lassen. Dies dient der Vertrauensbildung. Anschließend ist die Bereitschaft groß, höhere Summen zu investieren. Die Gewinne steigen zunächst wieder rasant an, eine Auszahlung findet dann aber nicht mehr statt. Stattdessen werden Opfer aufgefordert weitere Zahlungen als vermeintliche Steuern, Gebühren oder Provisionen zu leisten. Die Vermögensschäden steigen auf diese Weise weiter.

Wie Sie sich schützen

Die Maschen der Betrüger sind ausgeklügelt, sodass es mittlerweile für Verbraucher/-innen besonders schwer ist, auf diese zu durchschauen. Wichtig ist aber: Achten Sie auf Kleinigkeiten und Details und seien Sie ruhig misstrauisch. Schließlich geht es um Ihr Geld.

  • Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Nehmen Sie sich genügend Zeit bevor Sieinvestieren, um Ihre eigenen Recherchen anzustellen. 
  • Nutzen Sie nur offizielle Apps aus Ihrem App Store oder Google-Playstore. Dadurch minimieren Sie die Wahrscheinlichkeit gefälschte Apps zu nutzen. 
  • Hinterfragen Sie Angebote, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Schützen Sie das Passwort zu Ihrem Wallet. Seriöse Anbieter werden Sie niemals auffordern, dieses herauszugeben. Behalten Sie Ihre Passwörter für sich.


Was tun, wenn Sie betroffen sind

Sind Sie Opfer eines Krypto-Betrugs geworden, müssen Sie schnellstmöglich handeln, denn die Konsequenzen können für Sie gravierend sein. Haben Sie eine Überweisung auf ausländische Konten getätigt, persönliche Bankdaten preisgegeben oder eine Kreditkartenzahlung vorgenommen, besteht besonders dringender Handlungsbedarf. Wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank und weisen Sie diese an, Rücküberweisungen oder Widerrufe zu veranlassen. Ändern Sie sofort Ihre Passwörter, um Folgeschäden abzuwenden. Erstatten Sie auch Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizei.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, gegen die Krypto-Betrüger/-innen vorzugehen. Unsere Kanzlei bereits jahrelange Erfahrung mit einer Vielzahl von Fällen des Krypto-Betrugs sammeln können. In einigen Fällen ist es unter Umständen möglich, Ihr Geld zurückzubekommen. Zögern Sie nicht und setzen Sie sich jetzt mit uns in Verbindung, um kompetente und professionelle Hilfe schnell zu erhalten. Es zählt jede Sekunde.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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