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PCK Schwedt: Folgen eines Ölembargos für Arbeitnehmer (Tipps für Arbeitnehmer)

  • 3 Minuten Lesezeit

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck und Dr. Attila Fodor, Berlin und Essen.

Das Unternehmen PCK Schwedt könnte von einem möglichen Ölembargo wirtschaftlich schwer getroffen sein. Erfahrungsgemäß würde man dann wohl auch über einen Stellenabbau nachdenken - selbst wenn ein Investor einspringen sollte. Dabei versuchen Unternehmen zwar oft, betriebsbedingte Kündigungen weitgehend auszuschließen. Um dennoch Stellen einzusparen, kündigen Arbeitgeber in solchen Situationen allerdings vermehrt verhaltens- und krankheitsbedingt.

Was ist Arbeitnehmern, die hier von einem Stellenabbau betroffen sein könnten, zu raten? Was sollten sie jetzt tun, und was nicht, um den Arbeitsplatz zu retten oder zumindest eine hohe Abfindung herauszuholen? Antworten hat der Kündigungsschutzexperte Anwalt Bredereck:

Was sollte man als Arbeitnehmer vermeiden?

Arbeitnehmer sollten keinen Grund für eine Abmahnung oder verhaltensbedingte Kündigung liefern. Vermeiden Sie Fehler und Pflichtverletzungen. Konzentrieren Sie sich darauf, vertragliche Pflichten einzuhalten, und das möglichst konstant und zuverlässig. Bedenken Sie, dass kleinere Pflichtverletzungen, wie Ungenauigkeiten bei den Arbeitszeiten, in wirtschaftlich unsicheren Zeiten viel eher zu einer Abmahnung oder Kündigung führen, als wenn alles gut läuft.

Ähnliches gilt auch für Arbeitnehmer, die häufig erkrankt sind, besonders wenn die Fehltage zu verlängerten Wochenenden geführt haben. Diese Arbeitnehmer hat der Chef erfahrungsgemäß meist schon im Visier. Hier sollte man zukünftige Erkrankungen oder Fehltage vor allem am Freitag oder Montag nach Möglichkeit vermeiden, um das Risiko einer krankheitsbedingten Kündigung zu verringern.

Erkundigen Sie sich im Internet über die Pflichten des Arbeitgebers im Hinblick auf ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). Oft sind Arbeitnehmer überrascht, wenn sie sehen, wie viele Voraussetzungen der Arbeitgeber beim BEM beziehungsweise bei einer krankheitsbedingten Kündigung beachten muss – und erfahrungsgemäß übersieht!

Abstand nehmen sollte man auch von Äußerungen, am Arbeitsplatz und privat, die dem Unternehmen schaden könnten. Besondere Vorsicht ist in den Sozialen Medien geboten. Wer sich dort als Mitarbeiter seines Arbeitgebers zu erkennen gibt, darf keine Interna preisgeben oder Kommentare posten, die dem Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit schaden könnten. Arbeitgeber reagieren auf solche Äußerungen regelmäßig sehr hart, meist mit einer Kündigung und mitunter sogar mit einer fristlosen.

Vorsichtig sollte man sein, wenn das Unternehmen Umstrukturierungen vornimmt oder einem neue Aufgaben zuweist. Der Arbeitgeber könnte damit das Ziel verfolgen, Arbeitnehmern unter erleichterten Voraussetzungen zu kündigen, etwa weil eine bestimmte Abteilung wegen Outsourcings unbedeutend geworden ist und deshalb Arbeitsplätze wegfallen.

Was sollte man als Arbeitnehmer tun?

Zunächst: Passen Sie Ihr Verhalten nach Möglichkeit an die geänderte, eher unsichere, Stimmung im Unternehmen an. Agieren Sie umsichtiger und verhalten Sie sich vertragstreu.

Weiterhin tun Sie mit einer Rechtsschutzversicherung viel für Ihren Arbeitsplatzerhalt. Schließen Sie eine Versicherung mit möglichst kurzer Wartezeit ab oder gehen Sie sicher, dass Ihre bestehende Rechtsschutzversicherung arbeitsrechtliche Streitigkeiten abdecken wird. Mit einer Rechtsschutzversicherung ist man regelmäßig in einer verbesserten Verhandlungsposition; man kann Prozesse leichter „durchhalten“ und, falls nötig, ohne erhöhte finanzielle Risiken in Berufung gehen.

Im Fall einer Kündigung sollte man umgehend einen auf Kündigungsschutz und Abfindungen spezialisierten Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht anrufen, am besten am Tag der Kündigung. So geht man regelmäßig sicher, seine Chancen auf Arbeitsplatzerhalt oder eine hohe Abfindung bestmöglich zu nutzen.

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Droht Ihnen eine Kündigung? Haben Sie Fragen zu Ihrer Abfindung oder zum Aufhebungsvertrag?

Rufen Sie noch heute Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an. In einer kostenlosen und unverbindlichen telefonischen Ersteinschätzung beantwortet er Ihre Fragen zum Kündigungsschutz und zur Abfindungshöhe.

Bundesweite Vertretung

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck vertritt seit mehr als 23 Jahren Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit bei Kündigungen und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Aufhebungsverträgen und Abwicklungsvereinbarungen. 

Alles zum Arbeitsrecht finden Sie auf der Kanzleihomepage.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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