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Petromove AG – Hoffnungsschimmer für betrogene Anleger

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Mit einer Rendite von 12 Prozent ohne Risiko warb zeitweise die mittlerweile insolvente Schweizer Tankstellenkette Petromove. Ziel der Akquisetätigkeit: deutsche Privatanleger. Anleger, die diesem Versprechen glaubten, erwarben im sogenannten Grauen Markt Aktien des Unternehmens. Das Geschäft lief dabei nicht über eine Börse, sondern OTC (over the counter), was frei übersetzt so viel heißt wie über die Ladentheke. Dabei gibt es weder eine transparente Preisbildung, noch eine gesetzliche Regulierung, weshalb immer die Gefahr besteht, dass der Anleger über eben diese Ladentheke gezogen wird. Am Ende blieben statt der versprochenen Rendite nur staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Betrugs gegen das Petromove-Management und etliche geprellte Anleger.

„Wir konnten mittlerweile Akteneinsicht bei der Schweizer Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft nehmen. Danach geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Petromove AG seit mindestens 2011 überschuldet war. Aufgrund dieser Information sind wir zuversichtlich beweisen zu können, dass die deutschen Anleger seinerzeit unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einem Investment in Aktien der Petromove AG veranlasst wurden“, erklärt Andreas M. Lang, Vorstand der auf Kapitalmarktthemen spezialisierten Nieding+Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft. Für die von ihm vertretenen Kläger ist das eine gute Nachricht, erhöht es doch die Chance auf Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen den seinerzeitigen Vorstandsvorsitzenden der Petromove AG, Matthias Oberli. Und auch bisher nicht anwaltlich vertretenen Anlegern steht durch die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit wieder offen, ihren Schaden klageweise geltend zu machen.


Rechtstipp vom 11.11.2016
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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