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PIM Gold: Insolvenzverfahren eröffnet – was Anleger nun wissen müssen!

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Der Goldhändler aus Heusenstamm geriet nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Durchsuchungen der Geschäftsräume in die Schlagzeilen. „Schneeballsystem“ hieß der Verdacht. Neu eingeworbene Kundengelder seien zum großen Teil dazu eingesetzt worden, Altanleger auszuzahlen und die Provisionen der Vermittler zu bedienen. Der regelkonforme Geschäftsanteil bei der PIM Gold GmbH soll hingegen klein gewesen sein. Lediglich 20 % des Umsatzes im Jahr 2016 seien auf den klassischen Verkauf von Gold und Schmuck sowie auf Altgoldhandel zurückzuführen, so das Handelsblatt im September dieses Jahres.

Zu Beginn des Monats Dezember wurde nun das Insolvenzverfahren über die PIM Gold GmbH eröffnet.

Worauf müssen Anleger und Geschäftspartner der PIM Gold GmbH nun achten?

Für jeden, der aktuell Beträge bei der PIM Gold angelegt hat, besteht das Risiko eines Totalverlusts seiner Gelder oder die Rückzahlung allein in Höhe der Insolvenzquote. Forderungen gegen die PIM Gold aus Anlageverträgen und auch aus möglichen Schadensersatzansprüchen müssen zur Insolvenztabelle angemeldet werden, damit die Anleger im Insolvenzverfahren teilnehmen.

Für diejenigen, die tatsächlich Gold erworben haben, können besondere Zugriffsrechte auf den gefundenen Goldbestand bestehen. Hierfür sind jedoch einige rechtliche Hürden zu nehmen, deren Prüfung im Einzelfall zu erfolgen hat. Nicht jeder wirksam abgeschlossene Vertrag führt auch automatisch zu Eigentum an dem Gold, welches bei PIM Gold GmbH tatsächlich sichergestellt wurde.

Zuletzt sollten sich sog. Altanleger, die Gelder von der PIM zurückerhalten haben, gegen Rückforderungsansprüche des Insolvenzverwalters wappnen. Über die Regelungen der Insolvenzordnung können Geschäfte der letzten vier Jahre vor Insolvenzantragsstellung angefochten und rückgängig gemacht werden.

Weitere Ansprüche möglich!

Neben den nun aktuellen insolvenzrechtlichen Fragestellungen sind vor allem auch Schadensersatzansprüche gegen weitere am Geschäft beteiligte Personen und Gesellschaften möglich. Nur wenn die Information und Aufklärung vollständig und richtig erfolgte, wusste der Anleger auch, auf welches Risiko er sich einlässt. Ist dies nicht erfolgt, so können hier Ansprüche auf Ersatz des entstandenen Schadens entstehen.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Durchsetzung all Ihrer Rechte aus einer Kapitalanlage bei PIM Gold und helfen Ihnen effektiv, unberechtigte Forderungen abzuwehren.

In Kürze planen wir hierzu eine Informationsveranstaltung in unseren Kanzleiräumen – bei Interesse können Sie sich bereits jetzt per E-Mail melden, wir senden Ihnen dann gerne eine Einladung zu.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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