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Seltene Erden – Falschberatung bei der Anlage?

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Crash im Markt für Seltene Erden

Am 06.07.2015 wurde über heise.de berichtet, dass der Boom bei den Anlagen in Seltenen Erden zu einem Ende gekommen ist. Im Bericht wird beschrieben, dass viele Anleger über Zertifikate und Fonds vom Boom profitieren wollten. Durch einen Einbruch der Nachfrage brach jedoch der Markt stark ein. Ein Unternehmen aus den USA, welches zuletzt noch Seltene Erden gefördert hatte, ging nun kürzlich insolvent.

Boom ab 2010 in Seltenen Erden

Auf heise.de hieß es, dass China den Export stark eingeschränkt hatte und damit die Preise deutlich anziehen. Allerdings suchten danach viele andere Länder nach Quellen und wurden fündig. Außerdem, so der Bericht, hätten Firmen Mittel gefunden neue Verfahren zu entwickeln, sodass die teuren Stoffe bei der Produktion ersetzt werden konnten. Weitere Faktoren seien hinzugekommen, die die Nachfrage gedämpft hätten. China befinde sich nicht mehr in einer marktbeherrschenden Stellung.

Massiver Rückgang der Preise

Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass die Preise für Seltene Erden sich in den vergangenen fünf Jahren um das Zehnfache verbilligt hätten. Das Marktvolumen habe 17 Milliarden Dollar betragen und würde derzeit nur noch etwa eine Milliarde Dollar ausmachen. Der Bericht auf heise.de führte weiter aus, dass China die Schranken für die Ausfuhr seit kurzer Zeit abgebaut habe, wobei die Exportquoten ohnehin nicht ausgeschöpft worden seien.

Viele Unternehmen – so auch das US-Minenunternehmen Molycorp – seien dadurch Pleite gegangen.
Nun stehen viele Anleger vor einem möglicherweise hohen Verlustberg, da sie in diesen Markt, z.B. über Zertifikate und Fonds, investiert hatten.

Ursprüngliche Prognose nicht eingetreten

Die Prognosen seien im Jahr 2011 noch von einem starken Anstieg der Nachfrage nach Seltenen Erden ausgegangen. Man hätte eine Produktion von 200.000 Tonnen im Jahr erwartet. Allerdings sei die Produktion weltweit tatsächlich auf 110.000 Tonnen abgesunken. Auch der Blomberg-Index der den Verlauf von Angebot und Nachfrage im Bereich Seltene Erden abbildet, sei vom Höchststand im Jahr 2011 mit 111,4 Punkten auf aktuell 22,1 Punkte abgesunken.

Chancen für Anleger wegen Falschberatung

Anleger, die in Seltene Erden z.B. über Fonds oder Zertifikate angelegt haben, sollten prüfen, inwieweit sie von der Bank bzw. dem Finanzdienstleister richtig beraten wurden. Die beratenden Institute mussten prüfen, ob die Anlage im Rahmen der anlegergerechten Beratung überhaupt zu dem jeweiligen Kunden passt. Außerdem musste im Einzelnen über die einschlägigen Risiken der Anlage aufgeklärt werden.

Artikel auf heise.de: www.heise.de/newsticker/meldung/Letzter-US-Foerderer-pleite-Der-Hype-um-Seltene-Erden-ist-vorbei-2736872.html


Rechtstipp vom 07.08.2015
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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