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Steuerpflichtige Einnahmen aus Airbnb-Vermietung und strafbefreiende Selbstanzeige

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Nach Berichten von „Spiegel Online“ sowie der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ sowie weiteren Medien hat die Finanzverwaltung eine Anfrage an Irland, Sitz der Firmenzentrale des Unternehmens Airbnb, gerichtet, die zum Ziel hat, die dort gespeicherten Daten über deutsche Anbieter zu erhalten.

Initiator soll die Finanzverwaltung in Hamburg sein. Nach dem Bericht könnten sich daraus jedoch flächendeckende Ermittlungen ergeben.

Hintergrund ist, dass Einnahmen aus der Vermietung von Wohnungen oder Häusern grundsätzlich steuerpflichtig sind und in der Steuererklärung angegeben werden müssen. Je nach Sachlage im Einzelfall können neben der Einkommensteuer auch Gewerbesteuer und Umsatzsteuer anfallen.

Wenn entsprechende Einnahmen erzielt wurden, die nicht in der Steuerklärung angegeben wurden, droht im Fall einer Aufdeckung durch das Finanzamt die Festsetzung der entsprechenden Steuer für die vergangenen Jahre zuzüglich Zinsen. Zudem besteht die Gefahr, dass das Finanzamt ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung oder leichtfertiger Steuerverkürzung einleitet, aus dem zusätzlich eine Geldbuße, eine Geldstrafe oder in Fällen von erheblichem Ausmaß eine Freiheitsstrafe resultieren könnte.

Eine Bestrafung könnte jedoch durch eine sogenannte Selbstanzeige verhindert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die entsprechenden Einnahmen aus den vergangen Jahren, die nicht versteuert wurden, nachträglich gegenüber dem Finanzamt erklärt und die anfallenden Steuern nachbezahlt werden. Die strafbefreiende Wirkung tritt jedoch nur ein, wenn die Tat, also die nicht erklärten Einnahmen, noch nicht entdeckt wurden. Dem Bericht zufolge ist die Anfrage von irischer Seite noch nicht beantwortet.

Für diejenigen, die sich betroffen fühlen, besteht daher möglicherweise noch ein eingeschränkter zeitlicher Rahmen, um eine Selbstanzeige vorzunehmen.

Mehr Informationen zum Thema Selbstanzeige finden Sie hier: (https://www.anwalt.de/rechtstipps/strafbefreiende-selbstanzeige-bei-steuerhinterziehung_136537.html)

Als Rechtsanwalt und Steuerberater unterstütze ich Sie gern an unseren Standorten in Schwerin, Wismar und Güstrow. Ich bin jedoch auch im Raum Hamburg und Berlin tätig. Wenden Sie sich gerne mit Ihren Fragen an mich.


Rechtstipp vom 06.05.2018
Aktualisiert am 20.07.2018
aus der Themenwelt Steuererklärung und Absetzbarkeit und den Rechtsgebieten Steuerrecht, Strafrecht

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