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Verhaltenstipps für den Kündigungsschutzprozess

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Schweigen, seinen Ärger rauslassen, überzeugen? Wie sollte man sich verhalten als Arbeitnehmer vor Gericht während eines Kündigungsschutzprozesses? 

Wer als Mandant in einem Termin vor dem Arbeitsgericht sitzt, sollte sich an folgende Regel halten: Nur äußern, wenn der Richter einen direkt anspricht!

Egal, was vor Gericht geschieht, ob man beispielsweise vom gegnerischen Anwalt provoziert wird oder der Arbeitgeber einen beschuldigt, dies oder jenes getan zu haben. Ganz gleich, ob der eigene Anwalt schweigt, oder ob man das Bedürfnis spürt, vor Gericht seine Meinung zu sagen. 

Unter keinen Umständen sollte der Arbeitnehmer vor Gericht drauflosreden: Zu groß ist die Gefahr, sich um Kopf und Kragen zu reden! Überlassen Sie mündlichen und schriftlichen Vortrag und jegliche Prozesstaktik Ihrem Anwalt.

Wie sollte sich der Anwalt vor Gericht verhalten? Das hängt in erster Linie von seiner Persönlichkeit ab, aber auch davon, ob er die Arbeitnehmer- oder die Arbeitgeberseite vertritt. Der Arbeitnehmeranwalt sollte eher freundlich und entschärfend auftreten, alles andere kann im Zweifel nur schaden. Prozesse gewinnt man mit Freundlichkeit allerdings auch nicht. 

Was aus meiner Sicht mit über 20-jähriger Prozesserfahrung gar nichts bringt, ist Geschrei vor Gericht. Nennen Sie es Karma oder positive Energie: Wer gelassen und sachlich vorträgt, fühlt sich insgesamt wohler, was wiederum auf alle Beteiligten ausstrahlt.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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