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Verteidigungsstrategien beim Vorwurf der Steuerhinterziehung

Rechtstipp vom 13.02.2018
Aktualisiert am 15.01.2019
Rechtstipp vom 13.02.2018
Aktualisiert am 15.01.2019

Wenn Sie vom Finanzamt, insbesondere von der Steuerfahndung, der Steuerhinterziehung beschuldigt werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie auf diesen Vorwurf reagieren können.

Diese Frage stellt sich, sobald Sie vom Vorwurf der Steuerhinterziehung erfahren. Dies geschieht in der Regel dadurch, dass Sie schriftlich oder telefonisch zu einer Stellungnahme aufgefordert werden, als Beschuldigter vernommen (also befragt) werden sollen oder in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Unternehmen eine Durchsuchung stattfindet.

Als Beschuldigter in einem Strafverfahren, auch in einem Steuerstrafverfahren, haben Sie das Recht zu schweigen, also sich gar nicht zu den Vorwürfen zu äußern. Der Vorteil besteht darin, dass Sie auf diese Weise dem Finanzamt keine Informationen geben, die sich möglicherweise zu Ihren Lasten auswirken können.

Von diesem Recht sollten Sie in jedem Fall Gebrauch machen, um zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen zu können. Dabei ist zu beachten, dass Sie als Beschuldigter keinen uneingeschränkten Anspruch auf Akteneinsicht haben. Ein von Ihnen mit Ihrer Verteidigung beauftragter Rechtsanwalt oder Steuerberater hat diesen Anspruch jedoch.

Erst mit der Akteneinsicht wird klar, was Ihnen genau vorgeworfen wird und über welche (richtigen oder falschen) Informationen das Finanzamt verfügt.

Nach der Akteneinsicht können Sie dann selbst oder gemeinsam mit Ihrem Strafverteidiger entscheiden, ob Schweigen weiterhin die richtige Strategie ist oder ob Sie aktiv Maßnahmen ergreifen sollten, um das Strafverfahren mit einem für Sie möglichst günstigen Ergebnis zu beenden.

Als aktive Maßnahme kommt einerseits in Betracht, dass Sie den Vorwurf ganz oder teilweise eingestehen und mit dem Finanzamt mit dem Ziel verhandeln, das Strafverfahren einzustellen.

Andererseits können Sie aktiv entlastende Tatsachen und Beweise (z. B. Geschäftsunterlagen) und juristische Gegenargumente vorbringen, um den Vorwurf zu entkräften. Diese können einerseits steuerrechtlich ausgerichtet sein, also darauf zielen, dass die angeblich hinterzogenen Steuern gar nicht angefallen sind oder einen strafrechtlichen Hintergrund haben, z. B. den, dass Sie nicht vorsätzlich gehandelt haben.

Natürlich kommt auch eine Mischung dieser beiden Vorgehensweisen in Betracht. Sie können also einen Teil der Vorwürfe zugeben und einen anderen Teil entkräften.

Ich unterstütze Sie gern im Steuerrecht, Steuerstrafrecht und Wirtschaftsstrafrecht. Sie können mich direkt beauftragen, die Akteneinsicht für Sie zu beantragen (s. Rechtsprodukte).

Als Rechtsanwalt und Steuerberater unterstütze ich Sie gerne an unseren Standorten in Schwerin, Wismar und Güstrow. Darüber hinaus werde ich aber auch im Raum Hamburg und Berlin für Sie tätig. Ich werde nicht über Sie urteilen, sondern Ihnen bestmöglich helfen.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Steuerrecht, Strafrecht

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