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VW-Abgasskandal: Audi rutscht immer tiefer in die Dieselaffäre

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Die VW-Tochter Audi rutscht offenbar immer tiefer in den Abgasskandal um manipulierte Dieselmotoren. Grund ist eine E-Mail, die nach Medienberichten ein Ingenieur einer größeren Zahl von Managern geschickt haben soll. Sinngemäß heißt es darin, dass die US-Grenzwerte bei Abgasen so ganz ohne Manipulationen wohl nicht einzuhalten seien.

Volkswagen selbst hatte die Kanzlei Jones Day mit der Aufklärung des Abgasskandals beauftragt. Offenbar fördern die Ermittlungen immer mehr pikante Details zutage. So wie die besagte E-Mail, die schon 2007 verschickt worden sein soll und den Druck auf Audi im Dieselskandal verschärft. So hat die Volkswagen-Tochter auch federführend den Drei-Liter-Motor entwickelt, in dem die Manipulationssoftware verwendet worden sein soll. Weder Audi noch VW wollten mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen eine Stellungnahme abgeben.

„Ob VW oder Audi – offenbar war man sich im Volkswagen-Konzern schon länger darüber im Klaren, dass die geforderten Abgasgrenzwerte in den USA nicht erfüllt werden können, und hat dann zu unsauberen Mitteln gegriffen. Im Zentrum steht nach wie vor die Frage, wann die Führungsspitze des Konzerns über die Abgasmanipulationen informiert war. Aus meiner Sicht ist es aber höchst unwahrscheinlich, dass derartige Praktiken über einen längeren Zeitraum betrieben werden konnten, ohne dass die Führungsspitze davon Wind bekommt“, sagt Rechtanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden. Der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sieht daher auch gute Chancen, dass geschädigte VW-Aktionäre Schadensersatzansprüche gegen Volkswagen durchsetzen können.

Voraussichtlich wird Ende des Jahres das Musterverfahren beginnen. Das OLG Braunschweig wird dann die wichtige Frage zu klären haben, ob und wann die Konzernspitze von den Manipulationen wusste und ob sie ihre Informationspflichten verletzt hat. Zuletzt haben sich die Anzeichen verdichtet, dass die Führungsspitze nicht erst mit Bekanntwerden des Abgasskandals in den USA von den Manipulationen erfahren hat. „Waren die Manipulationen schon länger bekannt, hat VW sich gegenüber den Aktionären schadensersatzpflichtig gemacht, da für den Kurs der Aktie wesentliche Informationen nicht umgehend veröffentlicht wurden“, sagt Cäsar-Preller.

Aktionäre haben noch die Möglichkeit, sich den Schadensersatzklagen anzuschließen. „Aus meiner Sicht greift die dreijährige Verjährungsfrist, sodass Forderungen nicht bereits am 19. September verjährt sind“, so Cäsar-Preller, der schon Klage gegen VW eingereicht hat.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

Mehr Informationen: http://www.vwklage.com/

Kanzleiprofil:

Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.

Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller


Rechtstipp vom 27.09.2016
aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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