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Während der Mittagspause ein Bier trinken – darf man das?

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Riskiert man seinen Arbeitsplatz, wenn man während der Mittagspause Alkohol zu sich nimmt, auch wenn es nur ein erfrischendes Bier ist? Unter Umständen ja: Sagt Kündigungsschutzexperte Anwalt Bredereck.

Untersagt der Arbeitgeber Alkohol am Arbeitsplatz ausdrücklich, dann verhält sich der Arbeitnehmer pflichtwidrig, wenn er trotzdem alkoholische Getränke am Arbeitsplatz trinkt. Aber was ist mit der Pause, dem Bierchen im Biergarten um die Ecke, das der Arbeitnehmer mit Kollegen beim Mittagessen genießt?

Auch das ist in dem Fall regelmäßig ein arbeitsvertraglicher Pflichtverstoß! Denn: Untersagt der Arbeitgeber Alkohol am Arbeitsplatz, beispielsweise im Arbeitsvertrag, aber auch in Betriebsvereinbarungen oder allgemeinen Richtlinien, meint er damit regelmäßig auch das Arbeiten im alkoholisierten Zustand. Da macht es regelmäßig keinen Unterschied, ob man mit Restalkohol am Arbeitsplatz erscheint, alkoholisiert aus der Mittagspause zurückkehrt, oder am Arbeitsplatz trinkt. Manchmal steht es ausdrücklich im Arbeitsvertrag, dass ein Arbeiten unter Alkoholeinfluss untersagt ist – dann darf man erst Recht nicht mit Restalkohol im Blut arbeiten.

Nimmt man beim Arbeitnehmer am Arbeitsplatz einen Alkoholeinfluss wahr, darf der Arbeitgeber dafür regelmäßig abmahnen und im Wiederholungsfall die verhaltensbedingte Kündigung aussprechen. In manchen Berufen riskiert man bereits nach einem Vorfall die verhaltensbedingte, in extremen Fällen sogar die fristlose Kündigung, beispielsweise: als Bus- oder Fernfahrer.

Was, wenn es gang und gäbe ist, mit Kollegen in der Mittagspause ein Bierchen zu trinken?

Ist Alkohol am Arbeitsplatz arbeitsvertraglich untersagt, bleibt es dabei: Man handelt pflichtgemäß, wenn man nicht mittrinkt und verletzt seine Pflichten, wenn man mit anstößt. Etwas anderes gilt wohl nur, wenn der Chef regelmäßig mittrinkt, wenn es sich also um eine vom Arbeitgeber akzeptierte Gewohnheit im Betrieb handelt.

Alkohol am Arbeitsplatz ist häufig schwer nachzuweisen. Als Arbeitsrechtler erlebe ich es regelmäßig, dass sich Arbeitgeber sehr schwer damit tun, vor Gericht nachzuweisen, dass ein Mitarbeiter unter Alkoholeinfluss stand. Regelmäßig haben Kündigungsschutzklagen von Mitarbeitern, denen man einen Alkoholkonsum vorwirft, gute Chancen auf Erfolg – jedenfalls gute Aussichten auf eine Abfindung.

Dennoch: Warum sollte man als Arbeitnehmer Risiken eingehen? Machen Sie es sich besser zur Regel, in der Mittagspause auf alkoholfrei umzusteigen – auch wenn sich die Augenbraue des einen oder anderen Kollegen deshalb heben mag.

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