Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Wenn die Polizei den Unfall nicht aufnehmen will

Rechtstipp vom 15.04.2019
(1)
Rechtstipp vom 15.04.2019
(1)

Die meisten Verkehrsunfälle gehen glücklicherweise glimpflich aus: Es gibt keine Verletzten, sondern lediglich Blechschäden. Für die Geschädigten ist aber dennoch wichtig, dass die Versicherung des Unfallverursachers für die entstandenen Schäden aufkommt. Dabei kommt es immer wieder zu Streitigkeiten darüber, wer den Unfall verursacht hat. Die Schilderungen der Beteiligten weichen deutlich voneinander ab – insbesondere dann, wenn die Polizei den Unfall nicht aufnehmen will.

Hat es im Straßenverkehr gekracht, ist es am sichersten, die Polizei zu rufen und den Unfall aufnehmen zu lassen. Die Polizeibeamten können zwar selber keine Angaben zum Ablauf des Unfalls machen, doch können sie wenigstens festhalten, wie die Autos nach dem Unfall standen bzw. die Aussagen von evtl. anwesenden Zeugen aufnehmen.

Mandanten berichten jedoch immer wieder, dass nach einem Unfall die Polizei zwar hinzugezogen wurde, sie den Unfall jedoch nicht aufgenommen hat. Die Begründung der Polizei: Es handele sich ihrer Auffassung nach lediglich um Bagatellschäden. Somit sei eine Unfallaufnahme entbehrlich.

Auf den ersten Blick lässt sich aber meistens überhaupt nicht erkennen, wie teuer die Reparatur der beschädigten Fahrzeuge tatsächlich werden wird. Im Nachhinein stellte sich in solchen Fällen oft heraus, dass die Kosten für die Wiederherstellung im mittleren vierstelligen Bereich lagen – also alles andere als ein Bagatellschaden.

Die Polizei will den Unfall nicht aufnehmen – was nun?

Selbst wenn es sich um einen eher kleinen Schaden handelt, möchte man natürlich nicht auf den Reparaturkosten sitzen bleiben. Was kann man also tun, wenn die Polizei zwar vor Ort aber nicht bereit ist, den Unfall aufzunehmen?

Ein Anspruch auf Unfallaufnahme besteht grundsätzlich nicht. Zwar heißt es in Nordrhein-Westfalen in einem Runderlass des Innenministeriums, dass jeder Verkehrsunfall aufzunehmen ist. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um eine Dienstanweisung, aus der sich kein Recht des Einzelnen ableiten lässt.

Hier hilft also nur, die Polizeibeamten ausdrücklich wenigstens um die Anfertigung einer Unfallmitteilung zu bitten und nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass dies für die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen entscheidend sein könnte.

Doch auch wenn sich die Polizei weigert, ist längst nicht alles verloren. Meistens lässt sich trotzdem darlegen, wer den Unfall verursacht hat und für die entstandenen Schäden aufkommen muss. So sollten Sie noch am Unfallort selbst Fotos machen, auf denen zu sehen ist, wie die Fahrzeuge nach der Kollision standen. Außerdem sollten Sie unbedingt Name und Anschrift der anwesenden Zeugen notieren. Im Anschluss steht die Anwaltskanzlei Lenné Unfallopfern zur Seite, um die Schuldfrage mit der gegnerischen Versicherung zu klären.

Versicherungen und ihre Tricks

Sobald einmal geklärt ist, wer den Unfall verschuldet hat, kann es im Laufe der Schadensregulierung leider dennoch zu weiteren Schwierigkeiten kommen.

Regelmäßig rechnen die Versicherungen die entstandenen Schäden klein – selbst, wenn ein Sachverständigengutachten vorliegt. Eine beliebte Vorgehensweise der Versicherungen: Sie tragen vor, die Reparatur sei in einer von der Versicherung ausgewählten Werkstatt günstiger. Dabei nehmen die Versicherungen oft zu Unrecht Abzüge vor.

Wenn Sie selbst Unfallopfer sind, sollten Sie sich nicht um die Ihnen zustehende Entschädigung bringen lassen. Die Anwaltskanzlei Lenné verfügt in diesem Bereich über umfassende Erfahrung und hilft Ihnen gerne dabei durchzusetzen, dass die Versicherung die entstandenen Schäden komplett ausgleicht. Dabei ist der Service der Kanzlei für Sie nicht mit Kosten verbunden – die Anwaltsgebühren müssen ebenfalls von der gegnerischen Versicherung übernommen werden.

Wenn Sie bei einem Unfall geschädigt wurden, vereinbaren Sie einfach einen Termin für eine unverbindliche, kostenlose Erstberatung und lassen Sie sich darüber aufklären, welche Ansprüche Ihnen zustehen und wie diese am besten durchzusetzen sind.


Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.