Winterreifenpflicht
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O bis O? Ist das so?
Wann müssen in Deutschland die Winterreifen aufgezogen werden?
- Wann brauche ich Winterreifen?
- Gibt es überhaupt eine zeitliche Vorgabe?
- Was gilt für Ganzjahresreifen?
- Und welche Konsequenzen hat die falsche Bereifung bei einem Unfall?
Wann brauche ich Winterreifen?
Kraftfahrzeuge (Ausnahmen s.u.) brauchen in Deutschland Winterreifen, wenn winterliche Straßenverhältnisse herrschen. Das gilt bei z. B. bei - Glätte
- Schneematsch
- schneebedeckter Straße
Wichtig ist, es kommt auf die Straßen- und nicht auf die Wetterverhältnisse an.
Schneit es und die Straßen sind zwar feucht, aber geräumt und nicht glatt, darf mit Sommerreifen gefahren werden.
Gibt es überhaupt eine zeitliche Vorgabe?
Damit gilt die Winterreifenpflicht situativ. Eine zeitliche Vorgabe gibt es nicht.
Die Reifen müssen eine Mindestprofittiefe von 1,6 mm haben. Üblich sind die Empfehlungen von 4,0 mm. Die sind jedoch nicht verbindlich.
Sobald die Temperaturen sinken sind Winterreifen empfehlenswert, da sie ein besseres brems- und Fahrverhalten haben als Sommerreifen. Sommerreifen werden aufgrund einer anderen Gummimischung bei kalten Temperaturen hart.
Ganzjahresreifen
Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind Ganzjahresreifen bis 30.09.2024 ebenfalls erlaubt, wenn:
- sie eine M + S-Kennzeichnung haben und
- bis 31.12.2017 hergestellt worden sind.
Bußgelder bei Verstößen
Wer trotz winterlicher Straßenverhältnisse mit Sommerreifen fährt, muss mit einem Bußgeld von 60,00 € und 1 Punkt im Fahreignungsregister rechnen.
Bei einer Behinderung oder Gefährdung des Verkehrs wird es noch teurer.
Verlust des Versicherungsschutzes
Kommt es bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen zum Unfall, droht neben der Mithaftung für den Unfall auch der Verlust des Versicherungsschutzes.
Ausnahmen
Keine Winterreifenpflicht gilt bei:
◦ Nutzfahrzeugen der Land- und Forstwirtschaft
◦ Krankenfahrstühlen i. S. d. § 2 Nr. 13 FZV
◦ einspurigen KFZ
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