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Rechtsanwalt Stalking Rechtsanwälte | anwalt.de

Stalking ist ein Begriff, der sich Anfang der 1990er-Jahre in den USA entwickelte, also aus dem Englischen stammt und als Anglizismus in der deutschen Sprache verwendet wird. Das Verb „to stalk" hat im Englischen die Bedeutung „anpirschen" bzw. „anschleichen". International wird der Begriff des Stalking als das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und Belästigen eines Menschen mit der Folge bezeichnet, dass die verfolgte Person in ihrer Sicherheit bedroht ist bzw. sich in ihrer Sicherheit bedroht fühlt und in der Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt ist. Stalker sind also Personen, die andere Personen verfolgen und belästigen. Wissenschaftliche Definitionen bezeichnen das Verhalten von Stalkern als obsessives, unnormal langes Muster von Bedrohungen gegenüber einer bestimmten Person durch unterschiedlich massive Belästigungen. Stalking-Verhaltensweisen können in extremen Fällen bis zu körperlicher Gewalt gegen das Stalking-Opfer oder zur Tötung des Opfers führen.

Strafrechtlich verursachte das Stalking bis zum Jahr 2007 Schwierigkeiten, da etliche einzelne Handlungen des Stalking nicht als strafbare Handlungen einzustufen waren. Erst mit der Einführung der eigenständigen Strafnorm („Nachstellung", § 238 StGB) im Jahr 2007, die das Stalking als kriminelles Verhalten unter Strafe stellte, wurde eine effektive Strafverfolgung derartiger Verhaltensweisen möglich. Flankierend ermöglicht § 112 a StPO die Anordnung der sogenannten Deeskalationshaft (Haftgrund: Wiederholungsgefahr). Die Anordnung dieser Form der Untersuchungshaft ist möglich, wenn der dringende Verdacht besteht, dass der Täter sein Opfer oder ihm nahestehende Personen in Lebensgefahr oder in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung gebracht hat und zu befürchten ist, dass der Täter vor einer Aburteilung weitere erhebliche Straftaten gleicher Art begeht oder die Straftat fortsetzt.

Stalking kann in der realen Welt stattfinden, aber auch virtuell. Wird einer Person nur oder teilweise auch im Internet oder per Telefon und SMS nachgestellt, bezeichnet man dies als Cyber-Stalking oder auch Cyber-Mobbing. Das Stalking nicht zwangsläufig mit direkter körperlicher Einwirkung auf das Tatopfer verbunden ist, führt eine Verurteilung eines Stalkers nicht automatisch zu einem Anspruch auf Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG), da gewaltlose Formen des Stalking nicht als tätliche Angriffe auf das Oper zu werten sind.

(LOE)

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Thema Stalking

ist Bestandteil des Rechtsgebiets Strafrecht