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Albis Capital AG & Co. KG Abwicklung der Gesellschaft beschlossen

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Berlin, 24.01.2013 - Die Sorgen der Anleger in den letzten Monaten und Jahren, wird für die betroffenen Anleger nun Wirklichkeit: Die Albis Capital AG & Co. KG wird liquidiert. Kenner der Branche wird diese Nachricht nicht überraschen. Hatte die Gesellschaft doch schon seit 2010 mit argen internen Problemen und kriminellen Machenschaften im eigenen Unternehmen zu kämpfen.

Was bedeutet das für die vielen tausend Anleger?

Ein erster Anlauf zur Abstimmung über die Liquidation scheiterte im Jahre 2012 noch knapp. Nun ist die Liquidation offenbar angenommen worden. In einem Schreiben, welches der Kanzlei Dr. Schulte und Partner vor Veröffentlichung zugeleitet wurde, ist von einer Zustimmung von 80,48 % die Rede. Notwendig war nach dem Gesellschaftsvertrag eine Zustimmung von mindestens 75%. Damit wird die Albis Capital nun abgewickelt. Zunächst heißt Liquidation nichts anderes, als dass die Gesellschaft errechnet, was die jeweiligen Beteiligungen der Gesellschafter derzeit noch wert sind. Wie die Gesellschaft zuletzt selbst mitgeteilt hatte, dürfte dies in den meisten Fällen nicht mehr viel sein. In den meisten Fällen stellt sich der noch verbleibende Wert der Beteiligung als fatal heraus, oft ist nicht nur das gesamte investierte Kapital vernichtet, sondern die Befürchtung liegt nahe, dass die Kapitalkonten der betroffenen Anleger sich größtenteils im Minus befinden. Damit bestünde für die Anleger keine große Hoffnung, dass sie von den investierten Geldern noch etwas zurückbekämen.

Rückforderungen von Anlegern könnten eingefordert werden!

Doch damit nicht genug: Darüber hinaus müssen die Anleger der Albis Capital nun auch noch damit rechnen, dass sie mit Rückforderungen der Fondsgesellschaft konfrontiert werden. Zumindest die Anleger, die einen "Classic" oder Classic-Plus" Vertrag haben, also einen einmaligen Betrag angelegt und keinen Ratenvertrag abgeschlossen haben, werden höchstwahrscheinlich von der Albis Capital dazu aufgefordert werden, die erhaltenen "gewinnunabhängigen Ausschüttungen" zurückzuzahlen. Hierbei handelt es sich um die Auszahlungen, die die Anleger über die Jahre hinweg jährlich erhalten haben. Auch wenn diese zwar weniger war, als ursprünglich von der Fondsgesellschaft angekündigt, ist es doch schmerzhaft für die betroffenen Anleger und ihren Familien, diese nun zurückzuzahlen.

Was ist nun zu erwarten?

Die Fondsgesellschaft wird wahrscheinlich in nächster Zeit damit beginnen, die vielen tausend Anleger aufzufordern, die Auszahlungen/Ausschüttungen zurückzuzahlen. Soweit die Auszahlungen nicht von Gewinnen gedeckt waren, wovon ausgegangen werden muss, werden diese Auszahlungen wie "Entnahmen" behandelt, die im Falle der jetzt beschlossenen Liquidation wieder an die Albis Capital zurückzuzahlen sind.  Sollten sich die Anleger weigern, die geforderten Beträge zu bezahlen, ist zu erwarten, dass die Albis Capital die Forderung klageweise durchsetzt. Dieses Vorgehen ist auch schon von anderen Fondsgesellschaftern der Rothmann & Cie Gruppe bekannt.

Die Kanzlei Dr. Schulte und Partner konnte vor dem Oberlandesgericht Naumburg erst kürzlich ein Urteil gegen die Albis Capital erstreiten, wonach die Widerrufsbelehrung der Gesellschaft fehlerhaft ist. Rechtsanwalt und Ansprechpartner Christian M. Schulter hierzu: "Anleger sollten daher auch die in ihrem Zeichnungsschein enthaltene Widerrufsbelehrung überprüfen lassen, um weiteren Zahlungsverpflichtungen zu entgehen."

Allen Anlegern der Albis Capital ist zu raten, sich alsbald von einem im Bank- und Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt über die derzeitige Situation und die möglichen Gefahren zu informieren und rechtlich beraten zu lassen, damit die betroffenen Anleger ihre eigene Situation besser einschätzen können.

V.i.S.d.P.:

Christian M. Schulter

Rechtsanwalt

(Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte - Berlin - München)

Sofortkontakt unter 030-715 206 70 und www.schulter@dr-schulte.de


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