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Anleihen von German Pellets verzeichnen massive Kurseinbrüche - Anleger sollten gewarnt sein!

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Erneut befindet sich ein großes Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien in erheblichen Schwierigkeiten, was zu erheblichen Verlusten bei den betroffenen Anlegern führen kann.

Die German Pellets GmbH ist einer der größten Anbieter von Mittelstandsanleihen. Insgesamt haben Anleger rund 226 Millionen Euro in Anleihen des Unternehmens investiert. Nun drohen hohe Verluste, eventuell könnte es sogar zum Totalverlust kommen.

Der Hersteller von Holzpellets als Heizmaterial zählt sich nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden Unternehmen dieses Segments. Rasante Wachstumspläne sollten durch drei nachrangige, börsennotierte Anleihen und Genussrechten finanziert werden. Noch Mitte Januar, also vor knapp einem Monat, notierte die 80-Millionen-Anleihe (WKN: A1H3J6) bei 96 Prozent. Gestern, am 08.02.2016, notierte sie laut Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/mittelstandsanleihen-schwelbrand-bei-german-pellets/12932306.html) nur noch bei 8 Prozent ihres Nennwertes. Diese Anleihe ist am 31.03.2016 zu einem Coupon von 7,25% fällig – besser: die Fälligkeit war zu diesem Zeitpunkt geplant.

In einer Pressemitteilung vom 25.01.2016 informiert das Unternehmen nämlich, dass der Bond nicht fristgerecht zurückgezahlt werden soll. Stattdessen ist geplant, die Laufzeit der Anleihe um zwei Jahre auf den 31.03.2018 zu verlängern und eine erstrangige Besicherung durch 50 % der Gesellschafteranteile an der German Pellets GmbH anzubieten. Außerdem soll eine Zinsanpassung auf 5,25 % vorgenommen werden. Über diese geplanten Änderungen sollen morgen (10.02.2016) die Anleger auf einer Gläubigerversammlung abstimmen.

„Nach derzeitiger Einschätzung resultieren diese erheblichen Kurseinbrüche aus Refinanzierungsproblemen dieser im März fälligen Anleihe. Bei derlei drastischen Kurseinbrüchen sollten sich die betroffenen Anleger jetzt nicht zu vorschnellen Entscheidungen hinreißen lassen, sondern zunächst das weitere Vorgehen und eventuelle rechtliche Ansprüche juristisch prüfen lassen“, sagt Jan Reimer, Rechtsanwalt und Inhaber der Reimer | Wirtschaftskanzlei. „Derzeit wird auch geprüft, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf das im November 2015 ausgegebene Genussrecht hat“, so Reimer weiter.

Reimer | Wirtschaftskanzlei bietet betroffenen Anlegern deshalb an, sich kostenlos und unverbindlich per E-Mail unter info@kanzlei-reimer.de an die Kanzlei zu wenden. Die registrierten Anleger werden dann über die weitere Entwicklung und Vorgehensweise auf dem Laufenden gehalten.

Reimer | Wirtschaftskanzlei ist eine überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei mit Sitz in Hamburg.

Den Schwerpunkt der anwaltlichen Tätigkeit bildet weit überwiegend das Bank- und Kapitalmarktrecht sowie begleitend dazu das Handels- und Gesellschaftsrecht und das Versicherungsrecht. Außergerichtlich und gerichtlich vertritt die Kanzlei bundesweit Kapitalanleger – sowohl private als auch institutionelle. Dabei haben rechtliche und wirtschaftliche Kompetenz sowie leidenschaftliches Engagement für jeden einzelnen Mandanten das bestmögliche Ergebnis zum Ziel. Exzellente und transparente Beratung sowie exklusive Mandatsbetreuung gehören zum Selbstverständnis der Kanzlei, da nur eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Anwalt und Mandant die Basis für den Erfolg sein kann.


Rechtstipp vom 09.02.2016
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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