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Bayer – Aktienkurs bricht nach Urteil im Glyphosat-Prozess ein

  • 2 Minuten Lesezeit

Die Übernahme von Monsanto könnte Bayer teuer zu stehen kommen. Vor einem Geschworenengericht in den USA musste der Konzern im Zusammenhang mit Glyphosat in dem Unkrautvernichter „Roundup“ eine herbe Niederlage einstecken. Der Kurs der Bayer-Aktie brach anschließend dramatisch ein.

In dem Prozess in den USA kam die Jury des Bundesbezirksgerichts in San Francisco einstimmig zu dem Ergebnis, dass der umstrittene Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Krebserkrankung des Klägers sei. Der Mann hatte Monsanto vorgeworfen, nicht über die Risiken von Glyphosat aufgeklärt zu haben. Der Prozess geht nun in die nächste Runde. Dabei soll geklärt werden, ob Monsanto tatsächlich seine Aufklärungspflichten verletzt hat und wie hoch der mögliche Schadensersatz ausfallen könnte.

Schon im vergangenen Jahr hatte Bayer in Zusammenhang mit Glyphosat eine Niederlage erlitten. Ein US-Gericht hatte dem an Krebs erkrankten Kläger Schadensersatz in Höhe von 78 Millionen US-Dollar zugesprochen. Bayer hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Von dem aktuellen Prozess hängt für Bayer noch mehr ab. Er gilt als sog. Bellwether-Prozess, eine Art Pilotverfahren. Die Entscheidung ist für weitere Verfahren in dieser Sache zwar nicht bindend, aber doch wegweisend. Denn in dem Prozess werden die entscheidenden Fragen, z. B. ob es einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebserkrankungen gibt, geklärt, sodass sie nicht in jedem Verfahren neu aufgerollt werden müssen und die Gerichte sich auf die Entscheidung aus dem Bellwether-Prozess stützen können. Rund 11.000 Klagen sind noch anhängig, für Bayer geht es daher voraussichtlich um Milliarden.

Dementsprechend groß ist die Verunsicherung bei den Aktionären. Es geht nicht nur um die Frage, wie der Prozess ausgeht und wie hoch mögliche Schadensersatzforderungen ausfallen können. Es geht auch um die Frage wie mächtige Großaktionäre reagieren. Zudem könnte der Kursrutsch der Aktie auch aggressive Investoren anlocken.

„Der Druck auf den Bayer-Vorstand wächst. Die Übernahme von Monsanto war umstritten und könnte den Konzern und die Aktionäre viel Geld kosten. Ende April steht die Hauptversammlung an – und die dürfte spannend werden. Enttäuschte Aktionäre können ihre Rechte geltend machen“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden.

Mehr Informationen: http://www.caesar-preller.de/bank-und-kapitalmarktrecht-2/ 

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Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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