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Behandlungsfehler: Fehldiagnose

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Oberlandesgericht Stuttgart - vom 04. Januar 2011

Fehldiagnose einer schweren Pankreatitis nach ERCP - OLG Stuttgart Az.: 1 U 2/07; 1 U 124/08.

Chronologie:

Der Kläger befand sich Anfang 2002 mit Verdacht auf Cholelithiasis (Gallensteinleiden) in Behandlung bei der Beklagten. Es wurde eine ERCP vorgenommen. Nach dieser Untersuchung stellte sich bei ihm eine schwere postoperative Pankreatitis mit Funktionsaufgabe der Bauchspeicheldrüse und chronisch abdominellem Schmerzsyndrom ein.

Die Kammer erkannte nach sachverständiger Beratung Aufklärungs- und Behandlungsfehler der Beklagten und eine dadurch verursachte vollständige Erwerbsunfähigkeit des Klägers in seinem Beruf als Verkäufer von EDV-Software. Nach umfangreichen Verhandlungen konnte eine Regulierung von nahezu 400.000,- Euro erzielt werden.

Anmerkungen:

Die Gesamtregulierungssumme beinhaltet ein Schmerzensgeld i. H. v. 35.000,- Euro, den Verdienstausfallschaden, Heilbehandlungskosten sowie den prognostizierten Rentenausfallschaden.


Rechtstipp vom 26.11.2013
aus der Themenwelt Behandlung und Kunstfehler und den Rechtsgebieten Arzthaftungsrecht, Medizinrecht

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