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Bitcoins trotz Krypto-Hardware-Wallet (Hardware-Stick) „verloren“?

  • 3 Minuten Lesezeit
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Die moderne digitale Welt hat neue, moderne digitale Zahlungsmöglichkeiten hervorgebracht. Zudem sind digitale Währungen entstanden. Zu diesen sog. Kryptowährungen zählen Bitcoin, Ethereum, Binance Coin, Tether etc. Zwar haben die wenigsten Verbraucher eine Ahnung davon, was eine Kryptowährung ist, doch das hält sie aufgrund vollmundiger Versprechungen von „Experten“ nicht davon ab, in Bitcoins zu investieren, um Gewinne zu machen. Und das, obwohl der Kurswert einer Kryptowährung, der allein auf Nachfrage beruht, zum Totalverlust führen kann. Abgesehen von diesem Risiko gehen inzwischen immer mehr ahnungslose Verbraucher Betrügern auf den Leim und verlieren ihr „richtiges“ Geld. So schmerzlich das für den Einzelnen ist, so „normal“ ist das in der Geschichte des Finanzbetruges. Geld, in welcher Form auch immer, ruft stets Betrüger auf den Plan. Moderne Betrüger bedienen sich raffinierter Betrugsmethoden, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Manchmal versagen dann auch die Sicherheitssysteme zum Schutz vor Verlust und manchmal sind die kriminellen IT-Experten besser als die professionellen IT-Schutzexperten. Auch wenn es nicht immer leicht ist, ihnen das Handwerk zu legen und den Opfern ihr Geld zurückzuholen - es ist möglich. Wir schildern Ihnen einen Fall aus unserer Praxis, bei dem ein „Schutzstick“ zum Verlust der Bitcoins und damit des „Euro-Geldes“ geführt hat.

Der „Schutzstick“ und der Verlust der Bitcoins

Unser Mandant kaufte im Dezember 2020 von einer Firma mit Sitz in Frankreich ein Krypto-Hardware-Wallet (Hardware-Stick). Ein Hardware-Wallet gilt als der beste Weg, eine Kryptowährung sicher zu verwalten, indem der Zugang zu den Coins durch eine Wallet verschlüsselt wird. Die französische Firma ist einer der bekanntesten Hersteller von Hardware-Wallets. Diese Firma, die in der Vergangenheit für hohe Sicherheit und einfacher Bedienung stand, wurde bei einem Cyberangriff im Juni 2020 gehackt, wobei persönliche Kundendaten gestohlen wurden.

Der Wallet bot unserem Mandanten keinen Schutz. Anfang Januar 2021 stellte er fest, dass die scheinbar gesicherten Bitcoins auf ein anderes Krypto-Konto übertragen worden waren. Er fand heraus, dass die Übertragung 10 Minuten nach dem Backup-Prozess stattfand und die Bitcoins inzwischen in Geld umgewandelt worden waren. So kamen unserem Mandanten aufgrund der mangelhaften Beschaffenheit der Krypto-Hardware-Wallet Bitcoins im Werte von knapp 800.000,00 € (aktueller Kursstand) abhanden.

 Der Schadenersatzanspruch

Unser Mandant hat einen rechtlich gut begründbaren Schadensersatzanspruch gegen den Verkäufer.

Was sollten Käufer einer Hardware-Wallet tun?

Jeder, der ein Hardware-Wallet  nutzt, sollte prüfen, ob auch nicht er seiner Daten bzw. Bitcoins verlustig gegangen ist, falls er nicht bereits per E-Mail darüber informiert wurde.

Was können geschädigte Käufer  erwarten?

Wem wegen eines datenschutzrechtlichen Verstoßes ein materieller oder immaterieller Schaden entstanden ist, hat ebenso Anspruch auf Schadenersatz gegen den Verkäufer wie auch jeder, der einen materiellen Schaden durch den nicht sicheren und damit mangelhaften Krypto-Hardware-Wallet (Hardware-Stick) erlitten hat.

Bei Verlust von Bitcoins und Kryptowährungsbetrug Fachanwalt konsultieren

Wer Opfer eines Betruges mit Kryptowährungen geworden ist oder dem durch mangelhaften Schutz sein Geld „entzogen“ wurde, sollte schnell handeln und sich mit einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarkrecht in Verbindung setzen. Wir wissen, was zu tun ist, um den Schaden noch abzuwenden bzw. das Geld zurückzuholen.

Kostenlose Ersteinschätzung Ihres „Bitcoin-Falles“ 

Nehmen Sie zu uns Kontakt auf. Wir sagen Ihnen zunächst kostenlos, was wir für Sie tun können und welche Erfolgsaussichten Sie haben, um Ihr Geld zurückzuerlangen. Außerdem informieren wir Sie über die Kosten unserer Beauftragung. Sie entscheiden dann, ob Sie uns mandatieren wollen.

Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir kostenlos die Deckungsanfrage.

Unsere Kompetenz

Unsere spezialiserten Rechtsanwälte vertreten seit Jahren erfolgreich bundesweit Opfer von Kryptowährungsbetrug und Opfer versagender digitaler Sicherungssystem. So können wir auch Ihnen professionell helfen wie bislang eine Reihe unserer Mandanten.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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