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Bonus.Gold GmbH - Auch Vermittler sind Opfer

  • 4 Minuten Lesezeit

Investment in Gold ist eigentlich nur dann wirklich sicher, wenn man das Gold einkauft und an einem sicheren Ort vergräbt – Diese Erfahrung machen in diesen Tagen auch die Anleger der Bonus.Gold GmbH. Das Unternehmen ist im Internet als „Dauerhaft geschlossen“ markiert. Schon seit Tagen sind die Mitarbeiter und das Führungspersonal für Anleger und Vermittler nicht zu sprechen. Das Unternehmen mit Sitz in Köln hatte über ein dichtes Vermittlernetz virtuelle Goldeinkäufe ermöglicht. Mit steigendem Goldkurs und florierendem Goldverkauf entwickelten sich Zinseffekte wie gewünscht – aber wie auch bei anderen Gold-Anlagen-Anbietern zuvor - man denke an die bwf Stiftung oder PIM Gold: Das Gold selbst bekamen die Anleger nie zu Gesicht.

Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek gilt als einer der erfahrensten Vermittleranwälte Deutschlands. Er meint: „Für den Vertrieb - den einzelnen Vermittler -  ist die Situation sehr aufreibend, weil er der erste Ansprechpartner und der erste Haftungsadressat ist! Die Leute haben gedacht, sie hätten in Gold finanziert – haben sie aber nicht, denn einen dem Anlagewert entsprechenden Goldbestand gibt es offensichtlich nicht und falls, dann in einem Land, das aktuell keinen Zugriff zulässt!“ Daher ist das Unternehmen auch recht schnell in Schieflage gekommen, als nach ersten schlechten Nachrichten aus der Türkei eine Vielzahl von Anlegern offensichtlich ihr Geld zurückhaben wollten.

Sochurek: „Solche Unternehmen arbeiten nach meiner Einschätzung mit der Annahme, dass sich ein steigender Goldkurs auch dann auf die Zufriedenheit der Anleger auswirkt, wenn es das Gold gar nicht gibt. Insgesamt wird es kritisch, wenn viele Investoren zur selben Zeit ihr Geld zurück haben wollen. Mir ist eigentlich kein Goldinvestment dieser Art bekannt, das funktioniert hätte, ohne dass physikalisch Gold vorhanden gewesen wäre. Das konnten natürlich die Vermittler nicht wissen und nicht sehen. Aber auch hier werden die Vermittler wieder den Kopf hinhalten für das Fehlverhalten Anderer!“

Den Vermittlern stärkt Sochurek - wie in viele anderen Schadensfällen auch - den Rücken. Er wird Vermittler in mutmaßlich bevorstehenden Schadensersatzklagen bzw. außergerichtlichen Forderungen wegen vermeintlicher Falschberatung vertreten. Er äußert hier ungewöhnlich deutlich seine Meinung: „Die Vermittler bekommen in den letzten Jahren mehr und mehr den Eindruck, der Depp zu sein, dass sie den Kopf hinhalten müssen für das Fehlverhalten Anderer. Damit muss Schluss sein! Die Vermittler haben doch in den allermeisten Fällen nichts mit den potentiell kritischen Vorgängen zu tun, nicht mal Kenntnis davon und  werden genauso getäuscht und sind letztlich genauso Opfer!"

Vereinfacht ausgedrückt verkaufen Unternehmen wie "Bonus.Gold GmbH " Gold, das es im eigentliche Sinne gar nicht gibt. Eigentlich ist es eher ein Kreditgeschäft und die Verzinsung richtet sich nach dem Goldkurs. Schon die 2017-er Bilanz nährte Zweifel am angeblichen Goldbestand von Bonus.Gold: „Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von EUR 13.746.196,29 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil ich nicht an der Inventur im Ausland teilnehmen konnte und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnte. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist” (aus dem Bericht des Wirtschaftsprüfers für das Jahr 2017).

Das Modell Bonus.Gold unterscheidet sich nach den offiziellen Werbebroschüren etwas von anderen gefloppten Gold-Ideen: Die Bonus.Gold GmbH kaufte mit dem bei den Anlegern eingesammelten Euros Altgold in Deutschland auf. Dieses wurde zu Feingold recycelt und in der Türkei zu traditionellem türkischen Schmuck verarbeitet und dann über den Großhandel weltweit vertrieben. Am Gewinn sollten die Geldgeber beteiligt werden. Eigentümer des gekauften Goldes waren sie! Sochurek: "Für die Vermittler musste sich das nach einer guten Idee anhören!" Viele Vermittler sind selbst mit hohen Beteiligungen in die Bonus.Gold-Angebote eingestiegen.

Ein Grund für die aktuellen Schwierigkeiten der  Bonus.Gold GmbH sollen die unklaren Grenz- und Handelsverhältnisse im Rahmen der Corona-Krise sein. Um Anleger in Deutschland auszahlen zu können müsste Gold aus der Türkei herausgeschafft werden – dies scheint derzeit nicht möglich.

Sochurek: „Vielleicht ist das aber nur ein Teil der Geschichte. Die letzte Bilanz des Unternehmens ist aus dem Jahr  2017 – allein das sollte bei Anlegern und Vermittlern jetzt alle Warnsignale auf ‚Rot‘ stellen."

Fest steht, dass die Vermittler im Feuer stehen. Rechtsanwalt Sochurek bietet eine kostenlose Erstberatung und die Mitgliedschaft in einer Interessengemeinschaft an.  Sochurekt empfiehlt den Vermittlern, proaktiv mit der Situatiuon umzugehen und den Kontakt zu den Anlegern zu suchen: Jetzt ist eine rechtssichere und dennoch verbindliche Kommunikation mit den eigenen Kunden gefragt, keinesfalls darf die Kommunikation eingestellt werden.“ Was hilft, und was schädlich ist, darüber werden die Mitglieder der Interessengemeinschaft ausführlich informiert. Ein weiterer Vorteil:  Mitglieder der IG werden vor Gericht persönlich von Rechtsanwalt Sochurek vertreten: „Wir arbeiten nicht mit anwaltlichen Terminsvertretungen, sondern bringen unser gesamtes Knowhow persönlich in Einsatz.“

Als juristischer Vertreter zahlreicher Vermittler von bwf Gold,  Pim Gold und ähnlicher Konstrukte ist Sochurek im Goldanlagen-Geschäft sehr erfahren. Wer der Interessengemeinschaft Bonus.Gold-Vermittler beitreten möchte kann das über diesen Link tun: 

https://www.finanzberaterhaftung.de/vermittlervereinigung-bonus-gold-gmbh/




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