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Erst Gehaltsreduzierung, dann Kündigung: Ein fieser Arbeitgebertrick!

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Manch ein Unternehmen in finanzieller Schieflage bittet seine Mitarbeiter, freiwillig auf einen Teil des Gehalts zu verzichten. Die Belegschaft soll helfen, die Firma zu retten. Mehr noch: Mit der solidarischen Gehaltseinbuße bewahren die Mitarbeiter sich selbst und ihre Kollegen vor der Arbeitslosigkeit – so die Rhetorik. 

Leider folgen auf solche Solidaritätsbitten nicht selten: Kündigungen. Dann dämmert es manchem Arbeitnehmer, dass es sich bei den Bitten um die Gehaltsreduzierung um fiese Arbeitgebertricks im Vorfeld von Kündigungen gehandelt hat.

Gehaltsreduzierung als Kündigungstrick: Wie kann das sein?

Simpel: Jede Gehaltsreduzierung hat Auswirkungen auf die Situation eines Arbeitnehmers nach einer Kündigung. Die Abfindung fällt bei einem Arbeitnehmer, der einem Gehaltsverzicht zugestimmt hat, regelmäßig niedriger aus, als wenn er das frühere Gehalt behalten hätte. Man berechnet die Höhe der Abfindung nämlich meist auf Grundlage des letzten Bruttogehalts. Und von einer niedrigeren Abfindung profitiert: der Arbeitgeber!

Mehr noch: Der Arbeitnehmer riskiert Nachteile beim Arbeitslosengeld; denn auch das wird grundsätzlich nach dem letzten Gehalt berechnet. Nicht zu vergessen: Die Rente, die geringer wird, wenn das Gehalt sinkt.

Arbeitnehmern, die vor der Wahl einer Gehaltsreduzierung stehen, rate ich deshalb regelmäßig dazu, den Vorschlag abzulehnen. Nicht selten will der Arbeitgeber mit der Gehaltsreduzierung günstigere Voraussetzungen schaffen für zukünftige Kündigungen.

Für den Arbeitgeber lohnt sich das mindestens doppelt: Er spart beim Lohn und Gehalt, und er spart bei den Abfindungen. Der Arbeitnehmer hat mindestens drei bis viermal das Nachsehen: Beim Gehalt, bei der Abfindung, beim Arbeitslosengeld, und später bei der Rente. Überlegen Sie es sich deshalb gut, bevor Sie Ihrem Arbeitgeber bei finanziellen Problemen mit einem Gehaltsverzicht unter die Arme greifen!

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Haben Sie Fragen zu Ihrer Abfindung? Rufen Sie noch heute Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an. In einer kostenlosen und unverbindlichen Ersteinschätzung beantwortet er Ihre Fragen zum Kündigungsschutz und zur Abfindungshöhe.

Bundesweite Vertretung: Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck vertritt seit vielen Jahren Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit bei Kündigungen und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Aufhebungsverträgen und Abwicklungsverträgen.

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