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Ideo Labs GmbH - So kündigen Sie richtig - Anwalt hilft

Rechtstipp vom 17.08.2015
Rechtstipp vom 17.08.2015

Wer sich auf einem Portal der Berliner Firma Ideo Labs GmbH angemeldet hat, findet oft nicht das, was er gesucht hat, sondern ein kostenintensives Abo. Die Berliner Ideo Labs GmbH betreibt Flirtportale wie dateformore.de, only-dates.de, daily-date.de. Die Nutzung des Portals ist zunächst kostenlos. Will der Nutzer allerdings weitere Leistungen in Anspruch nehmen, muss er eine so genannte Premium-Mitgliedschaft erwerben. Ein Schnupperangebot für 14 Tage kostet meist nur einen Euro. Der Haken steht in den AGB: Nach dem Ablauf von 14 Tagen wandelt sich die Schnuppermitgliedschaft in ein sechs monatiges Abo um, das monatlich 89,90 EUR kosten.

AGB sind zum Teil unwirksam

Der Berliner Rechtsanwalt Johannes von Rüden vertritt mittlerweile dutzende enttäuschte Nutzer von solchen Dating-Portalen. „Die allgemeinen Geschäftsbedingungen sind unserer Auffassung nach aus mehreren Gründen unwirksam“, sagt von Rüden. So würde es sich bei der automatischen Verlängerung um eine sogenannte überraschende Klausel handeln. Davon sprechen Juristen, wenn eine deutliche Diskrepanz zwischen der Vorstellung des Verbrauchers und dem Inhalt der allgemeinen Geschäftsbedingungen vorliegt. „Mit einer Kostenbelastung von mehr als 500,- EUR nach dem Ablauf einer Ein-Euro-Mitgliedschaft braucht kein Verbraucher zu rechnen“, sagt von Rüden.

Mit Inkasso-Unternehmen wird Druck aufgebaut

Ein beliebtes Mittel, um gegen säumige Kunden vorzugehen, ist die Einschaltung von Inkasso-Unternehmen. Die Ideo Labs GmbH beauftragt hierzu meist die Jedermann Inkasso GmbH, mit Nebensitz in Cuxhaven. Dort werden auf die eigentlichen Gebühren noch weitere so genannter Inkasso-Gebühren raufgeschlagen.

Wer bereits Mitglied bei einem der Portale ist kann alleine kaum gegen die Forderungen antreten. Mandaten, die sich an von Rüden wenden, haben bereits selbst gekündigt, jedoch nie eine Bestätigung erhalten. Stattdessen wird weiterhin über das Konto abgebucht. Daher empfiehlt der Berliner Anwalt, zunächst eine Einzugsermächtigung zu widerrufen und bereits abgebuchte Beträge zurückbuchen zu lassen. Sollte weiterhin versucht werden, vom Konto abgebucht zu werden, sollte ein Anwalt eingeschaltet werden. In vielen Fällen kommt hierfür auch die die private Rechtsschutzversicherung auf.

Unter der Rufnummer 030 – 965 356 2931 bietet die Rechtsanwaltskanzlei Wedermann | von Rüden kostenlose Erstgespräche an.


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