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Keine Schadensersatzansprüche trotz Mangels

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Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einem Auftraggeber Schadensersatzansprüche verwehrt, obgleich die Werkleistung des Unternehmers nicht dem vertraglich vereinbarten Inhalt hatte. Der Unternehmer sollte eine sogenannte weiße Wanne mit genau genannten Materialien ausführen, hat jedoch anderes Material verbaut, die das gleiche Ergebnis haben. Daher sei nach Auffassung des OLG Düsseldorf kein Schadensersatzanspruch gegeben, da keine Wert- oder Tauglichkeitsminderung vorliegt.

Diese Entscheidung missachtet allerdings die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH). Der BGH hat in seinem Urteil vom 7.3.2002 klargestellt, dass es für den Begriff der Mangelhaftigkeit unerheblich ist, dass die Ausführung möglicherweise wirtschaftlich und technisch besser ist als die vereinbarte.


Rechtstipp vom 17.10.2012
aus der Themenwelt Hausbau und den Rechtsgebieten Baurecht & Architektenrecht, Werkvertragsrecht

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