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KTG Agrar SE: Tochtergesellschaften insolvent – Anlegern drohen weiterhin hohe finanzielle Verluste

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Seit Anfang Juli befindet sich die KTG Agrar SE im Insolvenzverfahren (Az.: 67g IN 266/16). Nachdem bereits am 17. August 2016 die Tochtergesellschaft NOA Naturoel Anklam AG einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Stralsund stellte, sind nun auch zwei weitere Tochterunternehmen der KTG-Gruppe aufgrund von Zahlungsunfähigkeit insolvent. Unternehmensangaben zufolge hat die KTG Agrar SE gegen die insolventen Tochterfirmen Delta Agrar GmbH (Az.: 15 IN 242/16) und Delta Agrar Handels GmbH Forderungen in Höhe von rund 48 Mio. Euro. Die Anleger der beiden Anleihen Biowertpapier II und Biowertpapier III haben insgesamt rund 342 Mio. Euro investiert. Den Betroffenen könnte auch weiterhin der Totalverlust drohen.

Im Jahr 2000 wurde die KTG Agrar GmbH gegründet. 2005 folgte dann die Umwandlung zur Aktiengesellschaft KTG Agrar AG. Das Unternehmen gehört mit seinen rund 45.000 Hektar Anbauflächen zu den führenden Produzenten von Landwirtschaftserzeugnissen in Europa. Zu den Geschäftszweigen gehören erneuerbare Energien, Agrarrohstoffe und Lebensmittel. Zwei Jahre später wagte das Hamburger Agrarunternehmen den Gang an die Börse (ISIN: DE000A0DN1J4). Das Unternehmen firmierte 2013 in die Europäische Gesellschaft KTG Agrar SE. 2011 emittierte die Gesellschaft die Biowertpapier II-Anleihe und im Jahr 2014 die Biowertpapier III-Anleihe (WKN: A11QGQ / ISIN: DE000A11QGQ1). Mit einem Volumen von 92 Mio. Euro ist diese 2019 fällig und im Oktober steht auch bereits die nächste Zinsauszahlung an. Die Delta Agrar Handels GmbH war bei sämtlichen Gesellschaften der KTG-Gruppe für den Einkauf von Betriebsmitteln verantwortlich, während die Delta Agrar GmbH überwiegend den Transport und die Logistik koordiniert hat. Im Juli stellten dann beide Tochtergesellschaften, Delta Agrar GmbH und Delta Agrar Handels GmbH, einen Insolvenzantrag am Amtsgericht Neuruppin.

Zwar plant die KTG Agrar SE ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, allerdings ist noch unklar wie erfolgreich oder erfolglos das Sanierungskonzept ist. Denn bereits im Oktober 2016 und im nächsten Jahr sind die Zinsausschüttungen beider Anleihen der KTG Agrar SE fällig. Zu den Sanierungsmaßnahmen könnten u.a. Laufzeitverlängerung, sowie Änderungen am Zinssatz zählen.

Drohender Totalverlust? Möglichkeiten für betroffene Anleger

Anleger könnten mit hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust rechnen. Derzeit ist noch unklar, ob das Unternehmen eine erfolgreiche Restrukturierung vornehmen kann. Betroffene sollten dennoch frühzeitig reagieren und anwaltlichen Rat hinzuziehen um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und weitere rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen.

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Rechtstipp vom 05.09.2016

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