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Professioneller Außenauftritt für Kanzleien und ihre Anwälte

  • 9 Minuten Lesezeit
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Professioneller Außenauftritt für Kanzleien und ihre Anwälte
Was macht einen starken Kanzlei-Außenauftritt aus? Und wie lässt er sich auch ohne Werbeagentur professionell umsetzen?
Fiona Pröll anwalt.de-Redaktion

Die Kanzlei als Marke

Ob als einzelner niedergelassener Rechtsanwalt oder als mehrköpfige Kanzlei: Anwälte treten gegenüber Ratsuchenden als Dienstleister auf – und damit immer auch als Marke. Diese lässt sich durch den Anwalt selbst aktiv formen. Die Unterstützung einer Marketingagentur ist dabei nicht unbedingt vonnöten.

Im Wettbewerb um potenzielle Mandanten kann eine wohldurchdachte Marke, wenn sie stringent umgesetzt wird, von großem Vorteil sein. Sie beeinflusst die Art und Weise, wie der Anwalt und sein Beratungsangebot wahrgenommen werden. Zugleich vermag sie, Kunden dauerhaft zu binden.


Strategisches Kanzleimarketing: Corporate Identity

Idealerweise liegt dem Außenaufritt ein Konzept zugrunde: die sogenannte Corporate Identity. Diese definiert die Positionierung und das Selbstverständnis des Anwalts bzw. der Kanzlei. Darin wird festgelegt, wie sich das Anwaltsbüro nach außen präsentiert.

Das macht ein starkes Kanzleimarketing aus

  • Authentizität:

Der Außenauftritt sollte zum Anwalt und der Kanzlei passen. Ziel ist es, dass Ratsuchende ab der ersten Begegnung mit der Marke bis zum persönlichen Kontakt den Außenauftritt als stimmig und zutreffend wahrnehmen.

  • Hochwertigkeit:

Bei anspruchsvollen Dienstleistungen wie der Rechtsberatung kommt dem Faktor Qualität eine besondere Bedeutung bei. Ein hochwertiger Außenauftritt spiegelt dies wider. Er vermittelt Ratsuchenden ein Bild von Souveränität und Professionalität.

  • Einheitlichkeit:

Ein Außenauftritt ist dann stark, wenn er konsequent eingehalten wird. Besteht die Kanzlei aus mehreren Personen, sollten alle den gleichen Außenauftritt pflegen. Ein einheitliches Bild in der Kommunikation unterstreicht gegenüber den Ratsuchenden die Verlässlichkeit des Anwaltsbüros.

Die Vorteile eines starken Kanzleimarketings

Es lohnt sich für Rechtsanwälte, ihre Kanzlei als Marke bewusst aufzusetzen und zu pflegen. Auf Ratsuchende hat ein starker Außenauftritt gleich mehrere Effekte.

1. Präsenz

Eine Kanzlei-Marke wird in den Köpfen der Ratsuchenden umso präsenter, je öfter sie diese als solche wahrnehmen. Man kann sich das wie ein Markenkonto vorstellen, in das jeder Kontakt mit der Marke einzahlt.

Hat ein Ratsuchender ein konkretes juristisches Anliegen oder wird er nach einer Empfehlung gefragt, fällt ihm mit großer Wahrscheinlichkeit als erstes diejenige Kanzlei ein, deren Marke den stärksten Eindruck bei ihm hinterlassen hat.

2. Wiederkennungswert

Ratsuchenden hilft die Marke dabei, auf den ersten Blick – z. B. bei der Recherche bei Google oder dem Durchscrollen in Social Media – zu erkennen, wenn sie Kontakt mit ein und derselben Kanzlei haben. Umso ausgeprägter die Marke, desto höher ist auch ihr Wiedererkennungswert.

Zugleich unterscheidet sich der Anwalt durch seine Marke von Wettbewerbern und hebt sich von ihnen ab.

3. Vertrauen

Eine ausgeprägte Marke vermittelt eine greifbare Vorstellung darüber, was den Anwalt bzw. die Kanzlei ausmacht. Das schafft ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen gegenüber dem Rechtsberater – ein wichtiges Fundament für die Erteilung eines Mandats.

4. Zugehörigkeit

Interagiert eine Kanzleimarke mit Ratsuchenden – beispielsweise indem sie diese auf anwalt.de durch Rechtstipps vor den juristischen Fallstricken des Alltags warnt oder Mandantenrezension kommentiert –, entsteht eine persönliche Beziehung zwischen den einzelnen Ratsuchenden und der Marke. Sie fühlen sich der Kanzlei verbunden.

Wann ist die Beauftragung einer Werbeagentur sinnvoll?

Das Hinzuziehen einer Werbeagentur kann beim Aufsetzen und bei der Pflege des Außenauftritts eine große Unterstützung sein. Beauftragt der Anwalt einen Dienstleister, kann er sich vollständig auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren. Zugleich profitiert er von der Marketing-Expertise der Agentur und darf mit einem professionell gestalteten Außenauftritt rechnen.

Allerdings sind Agenturdienstleistungen mitunter recht kostspielig. Insbesondere für einzelne niedergelassene Anwälte und kleinere Kanzleien ist es unter Umständen effizienter, sich selbst um den Außenauftritt zu kümmern.

Der Anwalt kennt seine Kanzlei und die Klientel am besten. Er weiß, welche Darstellung zu ihm passt. Letztlich kommt es beim Außenauftritt mehr darauf an, authentisch zu wirken als unbedingte Perfektion zu erzielen.

Anleitungen mit konkreten Tipps zur Umsetzung, wie der vorliegende Ratgeber, liefern das Rüstzeug, um auch als in Marketingaufgaben Ungeübter Schritt für Schritt den eigenen Außenauftritt zu gestalten. Der anwalt.de-Report versorgt Rechtsanwälte und Kanzleimitarbeiter kostenfrei mit aktuellen Ratgebern und Praxistipps rund um das Thema Kanzleimarketing – unabhängig von einer anwalt.de-Mitgliedschaft.

Stößt der Anwalt bei einzelnen Gestaltungsaufgaben an seine Grenzen, z. B. beim Entwerfen eines Logos, kann er auch gezielt nur für diese Aufgaben eine Agentur hinzuziehen.

Markenschutz

Eine Kanzleimarke kennzeichnet die Dienstleistungen einer Kanzlei bzw. eines Anwalts. Sie zählt als geistiges Eigentum. Je mehr Anerkennung eine Marke genießt, desto höher ist ihr Wert – der sich in gewisser Weise schützen lässt.

Anwälte bzw. Kanzleien können ihre Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) anmelden. Mit dem Eintrag in das DPMA-Register entsteht regelmäßig der Markenschutz. Damit erwirbt der Inhaber das alleinige Recht, seine Marke für die geschützten Dienstleistungen zu nutzen.

Für Anwälte bzw. Kanzleien ist es allerdings in der Praxis oftmals nicht notwendig, eine eigene Marke schützen zu lassen; insbesondere dann, wenn der Kanzleiname aus dem eigenen Namen besteht.


Visuelles Kanzleimarketing: Corporate Design

Ein aussagekräftiges Erscheinungsbild verleiht dem Außenauftritt des Anwalts bzw. der Kanzlei Wiedererkennungswert auf den ersten Blick. Das sogenannte Corporate Design definiert, wie die grafischen Konstanten – z. B. das Kanzleilogo und die Unternehmensfarbe der Kanzlei – aussehen.

Das Kanzleilogo

Sowohl für einzelne niedergelassene Anwälte als auch für mehrköpfige Kanzleien empfiehlt sich ein eigenes Kanzleilogo. Im Außenauftritt kommt dem Logo eine zentrale Rolle zu, denn es dient als das Symbol der Kanzlei.

Bei der Gestaltung des Kanzleilogos sollte man auf folgende Merkmale achten:

  • Passend zum Anwalt bzw. der Kanzlei:

Idealerweise spiegelt das Logo den Charakter der Kanzlei wider. Ist das Anwaltsbüro z. B. eher familiär oder urban gehalten? Die grafische Gestaltung sollte diesen Stil aufgreifen. Hat sich die Kanzlei auf ein Rechtsgebiet spezialisiert, kann auch dies andeutungsweise im Logo dargestellt werden.

  • Zeitlos:

Der Aufbau des eigenen Außenauftritts ist eine Investition in den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Kanzlei. Deshalb sollte das Logo keinen kurzlebigen Trends folgen, sondern von zeitloser Eleganz geprägt sein.

  • Symbolisch:

Durch das Logo sendet der Anwalt bzw. die Kanzlei eine Botschaft. Das Logo drückt einen gewissen Stil aus, ruft Assoziationen hervor und transportiert eine Stimmung. Dadurch erweckt es beim Betrachter Aufmerksamkeit – der Ratsuchende setzt sich automatisch damit auseinander. Aus diesem Grund haben sich insbesondere ein wenig abstrakt gehaltene Logos bewährt, da sie Denkanreize bieten.

  • Einprägsam:

Die stärksten Logos lassen sich frei aus dem Gedächtnis nachzeichnen. Je einfacher ein Kanzleilogo gestaltet ist, desto leichter prägt es sich ein. Zugleich sollte es jedoch auch Wiedererkennungswert besitzen. Es muss folglich über markante Merkmale verfügen, die es von anderen Logos unterscheiden. Eben diese Unterscheidungskraft ist wichtig, damit das Logo Markenschutz erlangen kann.

  • Multimedial einsetzbar:

Das Kanzleilogo findet sich als Gestaltungsmerkmal im gesamten Außenauftritt wieder; sowohl auf analogen Unterlagen als auch in digitaler Form. Deshalb sollte das Logo am besten gleich von Anfang an in verschiedenen Dateiformaten angelegt werden:

~ als CMYK für vierfarbigen Druck auf Papier

~ als Pantone oder RAL für die Bedruckung von Gegenständen wie z. B. Werbemitteln

~ als RGB für die Einbindung in Onlinemedien wie dem anwalt.de-Profil

~ als Schwarz-Weiß-Version für Stempel und Telefaxe

Bei deutlich querformartigen oder komplexeren Kanzleilogos empfiehlt es sich, einen Bestandteil des Logos als sogenanntes Favicon zu definieren und in einem quadratischen Bildformat isoliert darzustellen. Favicons finden u. a. im Browser-Reiter als Symbolbild der Website oder als Profilbild im Kanzleiauftritt in Social Media Verwendung. Für das anwalt.de-Profil sollte jedoch das vollständige Kanzleilogo genutzt werden, da für dieses ausreichend Platz vorhanden ist.

Die Unternehmensfarbe der Kanzlei

Abgeleitet aus dem Kanzleilogo kann der Anwalt bzw. die Kanzlei eine Farbe als Unternehmensfarbe definieren. Diese lässt sich in den verschiedenen grafisch gestalteten Materialien der Kanzlei einsetzen, um ihnen eine einheitliche Note zu verleihen.

Farben rufen automatisch bestimmte Empfindungen bzw. Assoziationen bei den Betrachtern hervor. Oftmals sind es über die Personen hinweg die gleichen Gefühle und Assoziationen, da die Zuschreibung der Farben kulturell verankert ist. In westlichen Ländern werden die Farben meist wie folgt assoziiert:

Schwarz:Würde
Grau:Neutralität
Braun:  Sicherheit
Blau:Seriosität
Grün:Harmonie
Gelb:Aktivität
Rot:Stärke
Violett:Souveränität 

Agiert die Kanzlei in verschiedenen Kulturkreisen, sollten etwaige Unterschiede in den Farbassoziationen berücksichtigt werden.

Bei der Wahl der Unternehmensfarbe gilt es zu beachten, dass diese Markenschutz genießen können. Trifft dies zu, dürfen sie nicht von konkurrierenden Unternehmen genutzt werden. Ob eine Farbe bereits geschützt ist, sollte man daher zuvor beim DPMA recherchieren.

Die Bildsprache der Kanzlei

Alle Fotografien und Grafiken, die im Außenauftritt der Kanzlei Verwendung finden, sollten einem einheitlichen Stil folgen. Auf diese Weise sind die Bilder jederzeit flexibel miteinander kombinierbar.

Darum sollte für Fotografien festgelegt werden,

  • wie kräftig die Farben sein sollen.
  • wie viel Licht in den Bildern gewünscht ist.
  • ob alle Elemente in den Aufnahmen scharf zu sehen sind oder der Hintergrund verschwimmt.
  • ob die Fotografien Personen bzw. Stillleben minimalistisch oder vor gefüllter Kulisse präsentieren.

Tipps für die Gestaltung von Profilbildern – z. B. für die Präsenz auf anwalt.de – liefert ein eigener Beitrag zum Thema auf anwalt.de.

Die Schriftart der Kanzlei

Die werblichen, von der Kanzlei selbst publizierten Unterlagen sollten ebenfalls in Bezug auf die Schriftart einen durchgehenden Stil aufweisen.

Dabei sollte die Schrift leicht zu lesen und daher am besten möglichst schlicht gehalten sein. Es empfiehlt sich, einfach in einem gängigen Schreibprogramm wie z. B. Microsoft Word nach einer passenden Schriftart zu recherchieren.

Die grafische Gestaltung von Werbeträgern der Kanzlei

Für eine einheitliche Linie im Außenauftritt sollten die verschiedenen Arten von Werbeträgern möglichst konstante Gestaltungsmerkmale aufweisen. Werden beispielsweise immer wieder Anzeigen der Kanzlei veröffentlicht, sollten diese einen durchgehenden Stil verfolgen.

Daher kann es sinnvoll sein, einmal pauschal die grafische Gestaltung der einzelnen Werbeträger zu definieren und entsprechende Vorlagen bzw. Muster anzulegen.

Für analoge Werbeträger, z. B. für:

  • Briefpapier, Stempel und Visitenkarten
  • Kanzleischild, Glasbeklebung auf Fenstern und Türen, Inneneinrichtung sowie Fahrzeugbeklebung von Firmenwagen
  • Broschüren, Print-Anzeigen und Plakate

Für digitale Werbeträger, z. B. für:

  • digitale Briefvorlagen, z. B. in Microsoft Word, und Präsentationsvorlagen z. B. in PowerPoint
  • E-Mail-Footer
  • PDF-Broschüren und Online-Anzeigen
  • Website

Insbesondere die Gestaltung einer eigenen Website kann mit hohem Aufwand verbunden sein. Zudem gilt es, den Online-Auftritt stets auf technisch aktuellem Stand zu halten, um die Benutzererwartungen zu erfüllen.

Entscheidet der Rechtsanwalt sich für ein anwalt.de-Profil als zentrale Stelle seines Online-Auftritts, kann er auf eine zusätzliche, selbst betriebene Website verzichten. Das anwalt.de-Profil zeichnet sich nicht nur durch eine sehr gute Auffindbarkeit im Netz aus. Es ist auch optisch attraktiv gestaltet und technisch jederzeit State of the Art.

Weitere Informationen zum anwalt.de-Profil liefert ein eigener Beitrag auf anwalt.de.


Sprachliches Kanzleimarketing: Corporate Language

Eine bewusste Sprachwahl einer Kanzlei vermag deren Außenauftritt erheblich zu prägen. In der sogenannten Corporate Language wird festgelegt, welchen Regeln die Sprachwelt folgt: Welche Begriffe werden verwendet, welche stets vermieden? Ist die Sprache gehoben oder eher umgangssprachlich gehalten?

Der charakteristische Tonfall der Kanzlei geht den Ratsuchenden ins Ohr. Er verleiht deren werblichen Texten – wie z. B. den Rechtstipps auf anwalt.de – nicht nur Wiedererkennungswert. Zugleich ruft er bei den Ratsuchenden unterbewusst auch ein Bild von der Persönlichkeit der Kanzlei hervor.

Der Kanzleiname

Jedes eingetragene Unternehmen firmiert unter einem spezifischen Namen. Für einzelne niedergelassene Anwälte hat sich als Name des Büros das schlichte Schema „Rechtsanwalt Max Mustermann“ bewährt.

Analog kann bei mehrköpfigen Kanzleien die einfache Aufzählung der Partner nach dem Muster „Nachname 1, Nachname 2 & Nachname 3“ eine sinnvolle Entscheidung sein.

Bei einer Partnerschaftsgesellschaft sind die Vorgaben aus dem Partnerschaftsgesellschaftsgesetz (PartGG) sowie der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) zu beachten.

Setzt sich das Anwaltsbüro aus zahlreichen Partnern zusammen, sodass der Kanzleiname entsprechend Länge bekäme, oder ergeben die Nachnamen nicht das gewünschte harmonische Klangbild, empfiehlt sich ein anderer Kanzleiname.

Dieser kann beispielsweise die Spezialisierung der Kanzlei aufgreifen, wie etwa „FMR Fachanwälte für Musterrecht“. Ebenso möglich ist es, ein völlig neues Kunstwort zu kreieren.

Der Anwalt bzw. die Kanzlei sollte bei der Namensfindung darauf achten, dass der Kanzleiname ein rein beschreibender ist. Werbebotschaften oder Übertreibungen sind unzulässig, wie etwa die Werbung mit einer nicht nachweisbaren Spezialisten- oder Experteneigenschaft.

Weitere Informationen zu einem rechtssicheren Außenauftritt liefert ein eigener Beitrag auf anwalt.de.

Besteht keine gemeinschaftliche Berufsausübung, muss solch ein Eindruck aus berufsrechtlichen Gründen vermieden werden. Eine Bürogemeinschaft oder eine Kooperation unternehmerisch eigenständiger Berufsträger darf deshalb keine einheitliche Kurzbezeichnung verwenden. Auch die lose Kooperation mehrerer Kanzleien darf nicht als Kanzlei firmieren.

Der Kanzlei-Slogan

Durch einen eigenen Slogan kann die Kanzlei ihr Motto ausdrücken. Ein gut gewählter Slogan spiegelt die Philosophie der Kanzlei wider; er gibt dem Ratsuchenden einen Ausblick darauf, wie der Anwalt ihn unterstützen wird.

Bei der Findung eines passenden Kanzleislogans bietet sich als Inspirationsquelle das authentische Feedback der bisherigen Mandanten an, z. B. in Form von Rezensionen auf anwalt.de. Dieses zeigt, welche Vorzüge der Kanzlei von der Klientel besonders wertgeschätzt werden.

Der Kanzlei-Slogan sollte kurz, prägnant und aussagekräftig sein. Plattitüden hingegen gilt es zu vermeiden. Auch Wortspiele, die zu gekünstelt klingen, oder Anglizismen, die eine Sprachbarriere darstellen könnten, sind nicht empfehlenswert.

Für Kanzleinamen gibt es außerdem ein Sachlichkeitsgebot: Sie dürfen nicht marktschreierisch gestaltet sein oder Übertreibungen beinhalten.

Als Faustregel gilt: Einen eigenen Kanzlei-Slogan zu besitzen, ist optimal, jedoch kein Muss. Lässt sich kein passender Slogan finden, von dem der Anwalt bzw. die Kanzlei vollständig überzeugt ist, sind Kanzleiname und -logo Alleinstellungsmerkmal genug.


Agierendes Kanzleimarketing: Corporate Behaviour

In welchem Stil agiert der Anwalt bzw. die Kanzlei im Umgang mit Ratsuchenden? Das sogenannte Corporate Behaviour definiert die Verhaltensrichtlinien im Außenauftritt.

Als Dienstleister sollten Rechtsanwälte dabei besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der Ratsuchenden legen. Potenzielle Mandanten suchen in der Regel nach rechtlicher Beratung auf Augenhöhe. Sie legen Wert auf Dialogmöglichkeiten, wobei sie selbst und ihr Anliegen ebenso gehört werden wie ihnen fundierte Ratschläge unterbreitet werden. 

Die Wahl des Werbeumfelds

Wo, sprich auf welchen Plattformen eine Kanzlei mit Ratsuchenden in Kontakt tritt, prägt ihr Erscheinungsbild erheblich. Das Werbeumfeld muss seriös sein. Zugleich ist nur ein Außenauftritt auf solchen Plattformen zielführend, die von potenziellen Mandanten intensiv frequentiert werden.

Mit einer Onlinepräsenz signalisieren Anwälte bzw. Kanzleien zeitgemäße Professionalität. Außerdem treten sie damit dort auf, wo ein Großteil der Ratsuchenden recherchiert: im Internet.

Eigene Website

Der Rechtsanwalt bzw. die Kanzlei kann sich auf einer eigenen Homepage präsentieren. Entsprechende Baukästen für Unternehmensseiten gibt es von verschiedenen Anbietern. Für den Betrieb der Website wird vom Anbieter in der Regel eine monatliche Fixpauschale erhoben, in der zugleich die Nutzung des Servers enthalten ist.

Die Gestaltung und Pflege der Website sind mit einem gewissen Aufwand verbunden. Darüber hinaus gilt es, die Seite für Suchmaschinen zu optimieren, um in den Trefferlisten auf guter Position angezeigt zu werden.

Profil auf Anwaltsplattform

Die Präsenz auf einer Anwaltsplattform stellt eine hocheffiziente Alternative zum Betrieb einer eigenen Website dar. Zahlreiche Ratsuchende recherchieren dort gezielt, wenn sie ein konkretes Anliegen haben. Außerdem sind die Profile auf Anwaltsplattformen für die Auffindbarkeit durch Suchmaschinen optimiert.

2,5 Millionen Ratsuchende nutzen jeden Monat anwalt.de, Deutschlands große Anwaltsplattform. Das anwalt.de-Profil funktioniert wie eine digitale Visitenkarte und ist passgenau für die Darstellung der Rechtsanwaltstätigkeit zugeschnitten. Es liefert die wichtigsten Informationen zum Anwalt bzw. zu der Kanzlei – mit direkter Kontaktmöglichkeit für den Ratsuchenden. Des Weiteren ranken anwalt.de-Profile in den Suchmaschinen sehr weit oben. 96 Prozent werden auf der ersten Seite in den Google-Suchtreffern angezeigt.

Weiterführende Informationen zu den Funktionen des anwalt.de-Profils liefert ein eigener Beitrag auf anwalt.de.

Social Media

Ein Auftritt in den sozialen Medien kann ein Profil auf einer Anwaltsplattform nicht ersetzen, jedoch sehr gut ergänzen.

Auf Facebook, Instagram und Twitter ist das Gros der Nutzer privat unterwegs. Legerer gehaltene Inhalte sind hier gut aufgehoben. XING und LinkedIn werden im Gegensatz dazu meist im beruflichen Kontext besucht. Entsprechend sollten Form und Tonfall Ihrer Beiträge dort auch im Business-Stil gehalten sein.

Tipps, wie sich das Anwaltsprofil und geschäftlich genutzte Social-Media-Accounts wirkungsstark verbinden lassen, liefert ein eigener Beitrag zum Thema auf anwalt.de.

Die Publikation von Rechtstipps

Durch das Verfassen und Veröffentlichen von Rechtstipps positionieren sich Anwälte als Experten ihres Fachgebiets.

Rechtstipps wappnen Verbraucher und Unternehmer für die juristischen Fallen des Alltags. Dabei greifen die Beiträge aktuelle Rechtsfragen auf. Oder aber sie behandeln juristische Fallstricke, die dauerhafte Relevanz besitzen.

Rechtstipps lassen sich effizient dazu nutzen, die Aufmerksamkeit potenzieller Mandanten zu gewinnen und diese durch Fachwissen zu überzeugen.

anwalt.de ist eine der größten und reichweitenstärksten Plattformen für das Veröffentlichen von Rechtstipps in deutscher Sprache. Die Inhalte auf anwalt.de werden jeden Monat von mehr als 2,5 Millionen Besuchern angesehen.

Über 80.000 Beiträge wurden auf anwalt.de bereits publiziert. Die Funktion, auf Deutschlands großer Anwaltsplattform Rechtstipps herauszugeben, steht anwalt.de-Mitgliedern exklusiv zur Verfügung.

Weitere Informationen rund um das Veröffentlichen von Rechtstipps bietet ein Ratgeber zum Thema auf anwalt.de.

Tipps, wie das Verfassen von Rechtstipps leicht von der Hand geht, liefert ein eigener Beitrag auf anwalt.de. 

Die Teilnahme an einem Bewertungssystem

Indem Anwälte und Kanzleien sich von Mandanten online bewerten lassen, zeigen sie Transparenz. Zugleich signalisieren sie, dass ihnen die Zufriedenheit der Mandanten wichtig ist.

Rezensionen stärken die Kanzleireputation nachhaltig. anwalt.de-Profile mit Empfehlungen generieren bis zu dreimal mehr Anfragen von Ratsuchenden. 

Durch Bewertungen und deren Beantwortung entsteht ein offener Dialog, der die Wertschätzung des einzelnen Mandanten unterstreicht.

Weiterführende Informationen rund um Mandantenbewertungen liefert ein eigener Ratgeber auf anwalt.de.

(ZGRA)

Foto : ©Pexels/Fauxels/ISE


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