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Steinhoff International N.V. – mutmaßlicher Bilanzskandal lässt Aktie abstürzen!

Rechtstipp vom 21.02.2018
Rechtstipp vom 21.02.2018

Hilfe für Aktionäre-Aktie (WKN: A14XB9) bricht zeitweise um mehr als 70 % ein.

Worum geht es?

Die Steinhoff International Holdings N.V. ist in einen handfesten Bilanzskandal verwickelt. Die Aktie ist nur noch ein „Penny-Stock“. Aktienwerte in Milliardenhöhe sind verbrannt.

Das Unternehmen steht im Verdacht, die Bilanzen manipuliert und so die Bilanzsumme geschönt zu haben, um insbesondere an Kredite zu kommen. Seit dem Börsengang am 07.12.2015 gab es bereits Spekulationen um Bilanzmanipulationen durch Mitarbeiter des Managements Steinhoffs, die jahrelang weit überhöhte Umsätze gebucht haben sollen. Das Unternehmen wies diese Verdächtigungen stets zurück. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt jedoch seit geraumer Zeit gegen Steinhoff. Nur Tage nach dem deutschen Börsengang durchsuchte die Staatsanwaltschaft Oldenburg die Konzernzentrale im niedersächsischen Westerstede.

Nachdem es zunächst ruhiger um das Thema geworden ist, kam im August 2017 durch einen Artikel des manager magazin („Steinhoff: Einstürzende Neubauten“) frischer Wind in die Sache. Nach Recherchen des manager magazin erhärtet sich der Verdacht auf Bilanzfälschung und es wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft nun auch gegen den langjährigen CEO, Markus Jooste, ermittelt. Der Artikel des manager magazin veranlasste Steinhoff dazu noch am 24.08.2017 eine Ad-hoc-Mitteilung zu veröffentlichen, mit der alle Vorwürfe bestritten wurden. 

Lange konnte Steinhoff öffentlich diese Meinung nicht vertreten. Am 05.12.2017 veröffentlichte Steinhoff eine weitere Ad-hoc-Mitteilung, die es in sich hatte. Der Konzern teilte mit, dass der CEO, Markus Jooste, mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist und dass wegen der Ermittlungen die Veröffentlichung des Jahresabschlusses zurückgestellt wird.

Einen Tag später, am 06.12.2017, wurde nachgelegt und in einer weiteren Ad-hoc-Mitteilung eingeräumt, das auch die vorhergehenden Jahresabschlüsse nicht mehr als richtig angesehen werden können. Die Nachricht führte zu einem beispiellosen Kurssturz der Steinhoff-Aktie. Der Aktienwert brach zeitweise um bis zu 70 % ein.

Steinhoff-Aktionären dürfte Schadensersatz wegen Kursverlusten zustehen!

Den Aktionären von Steinhoff, die seit dem Börsengang 2015 Aktien erworben haben, dürfte nach den derzeitigen Erkenntnissen Schadensersatz wegen unrichtiger Kapitalmarktinformationen gegen Steinhoff zustehen. Es dürften insbesondere Ansprüche wegen Verletzung der Ad-hoc-Mitteilungspflichten nach dem Wertpapierhandelsgesetz („WpHG“), Prospekthaftungsansprüche und ggf. auch Schadensersatzansprüche wegen deliktischen Handelns bestehen. Steinhoff-Aktionäre können so ihre Kursschäden geltend machen. 

Das Gesetz sieht sowohl die Möglichkeit der kompletten Rückabwicklung des Wertpapiergeschäftes vor, als auch den Ersatz eine sog. Kursdifferenzschadens. Zu den Einzelheiten Ihres individuellen Schadens und der für Sie besten Vorgehensweise gibt Ihnen Rechtsanwalt SIBURG gerne persönlich Auskunft.

Neben Ansprüchen gegen die Steinhoff International N.V. sind auch Direktansprüche gegen die handelnden Manager und gegen den ehemaligen CEO, Markus Jooste, denkbar.

Steinhoff-Aktionäre sollten die Möglichkeit nutzen sich für den kostenlosen Steinhoff-Newsletter auf meiner Homepage zu registrieren, um sich so über alle weiteren, relevanten Entwicklungen und über Klagemöglichkeiten bequem zu informieren.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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