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Anlage FloristAusbV - (zu § 4)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Floristen/zur Floristin

(Fundstelle: BGBl. I 1997, 399 - 404)

Abschnitt ILfd. Nr.Teil des AusbildungsberufsbildesFertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sindZeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr123412341Berufsbildung (§ 3 Nr. 1)a)Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluß, Dauer und Beendigung, erklärenwährend der gesamten Ausbildung zu vermittelnb)gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennenc)Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennend)Bedeutung beruflicher Wettbewerbe und floristischer Veranstaltungen erläutern2Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes (§ 3 Nr. 2)a)Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes und die Stellung am Markt erläuternb)Organisation des ausbildenden Betriebes, wie Einkauf, Verkauf, Dienstleistung und Verwaltung, erklärenc)Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen, Sozialversicherungsträgern und Gewerkschaften nennend)Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben3Arbeits- und Tarifrecht, Personalwesen (§ 3 Nr. 3)a)Arten und Bestandteile von Arbeitsverträgen unterscheidenb)Rechte und Pflichten aus dem Arbeits- und Tarifvertrag erläuternc)Funktion der Tarifvertragsparteien erläuternd)bei der innerbetrieblichen Zusammenarbeit mitwirkene)Bestandteile von Entgeltabrechnungen erklären und Nettovergütung ermittelnf)Personalpapiere, die im Zusammenhang mit Beginn und Beendigung eines Arbeitsverhältnisses notwendig sind, beschreibeng)betriebliche Arbeitszeitregelungen unter rechtlichen und organisatorischen Gesichtspunkten beschreibenh)Ziele und Aufgaben der Personalplanung, insbesondere des Personaleinsatzes, beschreibeni)Gesichtspunkte für die Einstellung und Beurteilung von Mitarbeitern erläutern4Arbeitsschutz, Arbeits-Sicherheit (§ 3 Nr. 4)a)Aufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes sowie der zuständigen Berufsgenossenschaften und der Gewerbeaufsicht erläuternb)wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Arbeitsschutzgesetze nennenc)berufsbezogene Arbeitsschutzvorschriften bei den Arbeitsabläufen anwendend)unfallverursachendes Verhalten sowie berufstypische Unfallquellen und -situationen beschreibene)Gefahren des elektrischen Stroms beschreibenf)wesentliche Vorschriften über die Feuerverhütung und die Brandschutzeinrichtungen nenneng)Verhalten bei Unfällen beschreiben und Maßnahmen zur Ersten Hilfe einleiten5Umweltschutz, rationelle Energieverwendung (§ 3 Nr. 5)a)zur rationellen Energie- und Materialverwendung im beruflichen Beobachtungs- und Einwirkungsbereich beitragenb)zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen beitragenc)Stoffe und Materialien umweltgerecht einsetzen und entsorgen6Planen von Arbeitsabläufen, Einsetzen und Pflegen von Werkzeugen, Geräten und Maschinen (§ 3 Nr. 6)a)Arbeitsschritte festlegen6   b)Arbeitsplatz einrichten sowie Material und Arbeitsmittel bereitstellenc)Werkzeuge handhabend)Geräte und Maschinen unter Berücksichtigung der Bedienungsanleitung und der Sicherheitsvorschriften einsetzene)Informations- und Kommunikationstechniken anwenden7Bestimmen, Einordnen, Versorgen und Pflegen von Pflanzen und Pflanzenteilen (§ 3 Nr. 7)a)handelsübliche Pflanzen und Pflanzenteile in das botanische System einordnen7   b)Blütenkalender aufstellenc)Sorten und Herkunft von Pflanzen und Pflanzenteilen erläuternd)Lebensvorgänge von Pflanzen unter Berücksichtigung ihrer Ansprüche an die Wachstumsfaktoren fördern11   e)Pflanzen pflegenf)Schnittware entsprechend ihren spezifischen Ansprüchen versorgen8Gestalten von Pflanzen- und Blumenschmuck (§ 3 Nr. 8)a)Gestaltungselemente einsetzen und Gestaltungsregeln anwenden5   b)Fertigungstechniken ausführen, insbesondere andrahten, stützen, wattieren, abwickelnc)Präsente und Verpackungen schmückend)Pflanzen, Blumen und Werkstoffe dem Verwendungszweck entsprechend auswählen4   e)Sträuße und Gestecke nach den Grundregeln der Gestaltung anfertigen5   f)Girlanden und Kranzkörper binden2   g)Pflanzungen nach den Grundregeln der Gestaltung durchführen2   9Anwenden berufsbezogener rechtlicher Vorschriften; Abgabe von Pflanzenschutzmitteln im Fachhandel (§ 3 Nr. 9)a)Bedeutung und Ziel des Pflanzenschutzgesetzes und der Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung erläutern5   b)Begriffe des Pflanzenschutzgesetzes, insbesondere integrierter Pflanzenschutz, Pflanzenschutzmittel, Nützlinge, Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln, Pflanzenschutzgeräten - nichtgewerblicher Bereich - und Pflanzenstärkungsmitteln, erklärenc)Schadbilder an Pflanzen erläutern und Ursachen nennend)Eigenschaften und Anwendungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln erläuterne)Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes aufzeigenf)Gefahrensymbole erläuterng)Aufgaben, Rechte und Pflichten der Überwachungsstelle beschreiben; örtlich zuständige Behörden nennenh)Vorschriften zum Naturschutz beachten10Beschaffen und Lagern von Waren (§ 3 Nr. 10)     10.1Einkauf (§ 3 Nr. 10.1)a)Bedarfsermittlung durchführen2   b)betriebsinterne und externe Informationen für die Warenbeschaffung nutzenc)Angebote einholen11Beratung und Verkauf (§ 3 Nr. 11)     11.1Beraten und Bedienen von Kunden (§ 3 Nr. 11.2)a)Kundengespräche führen3   b)Waren verpacken und aushändigenc)betriebliche Serviceleistungen anbietend)Rechnungssumme ermitteln, Kasse bedienen und Zahlungsmittel entgegennehmenAbschnitt II1Planen von Arbeitsabläufen, Einsetzen und Pflegen von Werkzeugen, Geräten und Maschinen (§ 3 Nr. 6)a)Werkzeuge, Geräte und Maschinen einsatzbereit halten 2  b)Arbeitszeiten und -ergebnisse festhalten  2 c)Arbeitsplanung kontrollieren und Ergebnisse bewerten   22Bestimmen, Einordnen, Versorgen und Pflegen von Pflanzen und Pflanzenteilen (§ 3 Nr. 7)a)handelsübliche Pflanzen und Pflanzenteile in das botanische System einordnen sowie deutsche und botanische Bezeichnungen anwenden 3  b)Handelszeiten von Pflanzen und Pflanzenteilen erläutern  2 3Gestalten von Pflanzen- und Blumenschmuck (§ 3 Nr. 8)a)handwerkliche und gestalterische Vorgehensweise unter Berücksichtigung ökologischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte planen  5 b)Sträuße und Gestecke, insbesondere unter Berücksichtigung des Werkstoffes, des Anlasses, der Saison und der Form, gestalten 8  c)Hochzeitsfloristik, insbesondere Brautschmuck, anfertigen   4d)Kränze und Girlanden, insbesondere unter Berücksichtigung des Werkstoffes, des Anlasses, der Saison und der Arbeitstechniken, gestalten 4  e)Trauerfloristik, insbesondere Sarg- und Urnenschmuck sowie Trauergebinde, unter Berücksichtigung der regionalen Friedhofsverordnungen anfertigen   5f)Pflanzen unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften und Pflegeansprüche in Gefäße arrangieren  2 g)unterschiedliche Pflanzsysteme für Raumbegrünung beschreiben   2h)Raumschmuck unter Berücksichtigung von Stilarten, Raumgröße und Lichteinwirkung planen und skizzieren  3 i)Raumschmuck für verschiedene Anlässe ausführen   4k)Tische für verschiedene Anlässe schmücken  3 4Anwenden berufsbezogener rechtlicher Vorschriften; Abgabe von Pflanzenschutzmitteln im Fachhandel (§ 3 Nr. 9)a)Vorschriften für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln gemäß Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung anwenden, insbesondere   6aa)Kunden über die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und die damit verbundenen Gefahren unterrichtenbb)Schutzmaßnahmen zur Vermeidung gesundheitlicher Gefahren bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Sofortmaßnahmen bei Unfällen beschreibencc)Verhütung schädlicher Auswirkungen von Pflanzenschutzmaßnahmen auf Mensch, Tier und Naturhaushalt beschreibendd)Pflanzenschutzmittel sachgerecht lagern und beseitigen sowie Kunden entsprechend beratenb)Vorschriften zum Artenschutz von Pflanzen anwenden5Beschaffen und Lagern von Waren (§ 3 Nr. 10)     5.1Einkauf (§ 3 Nr. 10.1)a)Angebote hinsichtlich Art, Beschaffenheit, Qualität, Menge, Preis, Lieferzeit, Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie Umweltverträglichkeit von Ware und Verpackung vergleichen   4b)gesetzliche und branchenspezifische Regelungen für Lieferungen und Zahlungen berücksichtigenc)Einkauf durchführen; Liefertermine überwachen5.2Warenannahme, Lagerung und Bestandsüberwachung (§ 3 Nr. 10.2)a)Waren annehmen sowie auf Beschaffenheit, Art, Menge und Preis überprüfen 2  b)Mängel und Schäden feststellen und beurteilen sowie erforderliche Maßnahmen einleiten; Ware weiterleitenc)Wareneingänge erfassend)Transportverpackungen unter Berücksichtigung der Rücknahme- und Verwertungspflichten nach dem Verpackungsgesetz umweltgerecht entsorgene)Waren entsprechend ihren Ansprüchen lagernf)beim Erstellen und Führen von Warenstatistiken mitwirken   3g)durchschnittlichen Lagerbestand, Umschlaghäufigkeit und Lagerdauer beispielhaft berechnenh)wirtschaftliche Überlegungen zur Zusammensetzung und Höhe des Lagerbestandes darlegen6Beratung und Verkauf (§ 3 Nr. 11)     6.1Verkaufsförderung und -vorbereitung (§ 3 Nr. 11.1)a)Aufgaben zur Warenpräsentation und -dekoration ausführen  3 b)Erscheinungsbild des Betriebes als Werbeträger beurteilen 4  c)Verkaufsfähigkeit der Ware prüfen, nichtverkaufsfähige Ware zur weiteren Verwendung aufbereiten oder umweltgerecht entsorgend)Vollständigkeit des Warenangebotes im Verkaufsbereich prüfen und fehlende Ware ergänzene)Verkaufspreise nach dem betrieblichen Kalkulationsschema ermittelnf)Waren auszeichneng)an Werbemaßnahmen und Sonderaktionen mitwirken, Erfolgskontrolle durchführen   3h)bei der Sortimentsgestaltung mitwirken, Entscheidungsgründe darstellen6.2Beraten und Bedienen von Kunden (§ 3 Nr. 11.2)a)Kunden unter Berücksichtigung von Kaufmotiven und Kundenwünschen beraten  6 b)Kunden über ökologisch sinnvolle Produkte und Verhaltensweisen informierenc)Verkaufsgespräche kundenbezogen und situationsgerecht unter Berücksichtigung angemessener sprachlicher und nichtsprachlicher Ausdrucksmöglichkeiten führen   11d)Kunden über Eigenschaften und Qualitätsmerkmale von Waren sowie deren Verwendung und Pflege informierene)Zusatzartikel anbietenf)Qualitäts- und Preisunterschiede begründeng)Reklamationen entgegennehmen und Lösungen anbieten7Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (§ 3 Nr. 12)a)Rechnung mit Lieferschein vergleichen und bei Abweichungen betriebsübliche Maßnahmen ergreifen 3  b)bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs mitwirkenc)beim Schriftverkehr mitwirkend)betriebliche Steuern und Abgaben nennen   8e)bei Inventuren mitwirken, Gründe für Inventurdifferenzen aufzeigenf)betriebliche Leistungskennziffern, insbesondere Lagerumschlag, Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatz pro qm Verkaufsfläche, an Beispielen errechnen und ihre Bedeutung als Instrument kaufmännischer Planung, Steuerung und Kontrolle erläuterng)Kasse abrechnen, Kassenberichte erstellen und im Hinblick auf verschiedene Kennzahlen auswertenh)bei vorbereitenden Arbeiten für die Buchführung mitwirkeni)über die Anwendung von Ergebnissen der Erfolgsrechnung im Ausbildungsbetrieb Auskunft gebenk)Möglichkeiten der Übertragung von Aufgaben des Rechnungswesens auf andere Dienstleistungseinrichtungen aufzeigenl)betriebliche Risiken und Versicherungsmöglichkeiten beschreiben, bei der Abwicklung eintretender Versicherungsfälle mitwirken