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Rechtsanwalt Buchführung: Ihr Anwalt für kompetente Rechtsberatung

Bei der Buchführung ist zunächst die Buchführungspflicht, der jeder Kaufmann nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) unterliegt von der Buchführungspflicht nach dem Steuerrecht zu unterscheiden. Als Kaufmann gilt dabei jeder, der ein Handelsgewerbe betreibt. Aufgrund gesetzlicher Regelungen sind davon als sogenannte Handelsgesellschaften unter anderem auch eine GmbH und eine AG erfasst. Ansonsten trifft gewerbliche Unternehmer sowie Land- und Forstwirte nach § 141 der Abgabenordnung (AO) eine Buchführung erst dann, wenn ihr Jahresumsatz 500.000 Euro übersteigt oder ihr Jahresgewinn mehr als 50.000 Euro betragen hat. Unterhalb dieser Beträge besteht keine Pflicht zur Bilanzierung nach dem Steuerrecht. Jene, die einen freien Beruf ausüben - beispielsweise ein Arzt, ein Anwalt, ein Steuerberater, Makler oder ein Handelsvertreter - sind mangels einer gewerblichen Tätigkeit von der Regelung nicht erfasst. Aber auch bei den grundsätzlich von ihr betroffenen Steuerpflichtigen muss das Finanzamt zunächst einmal die Buchführungspflicht feststellen. Darüber hinaus ist eine Mitteilung der Behörde an den Steuerpflichtigen erforderlich. Erst dann ist dieser zur Buchführung nach dem HGB und den Steuergesetzen verpflichtet. Diese Pflicht geht auf den neuen Eigentümer bzw. Nutzungsberechtigten über. Sie endet wiederum im auf die Feststellung des Finanzamts folgenden Wirtschaftsjahr nach der keine Buchführungspflicht mehr besteht.

In den Fällen einer fehlenden Buchführungspflicht sind steuerpflichtige Personen zwar nicht zu einer Buchführung nach Soll und Haben verpflichtet und müssen auch keinen Jahresabschluss nach dem Handelsrecht aufstellen. Das entbindet sie aber nicht von der Abgabe einer Einnahmenüberschussrechnung mit ihrer Steuererklärung und der dafür notwendigen Aufzeichnungen, für die bestimmte Aufbewahrungsfristen gelten. Wahlweise können sie aber auch nach Soll und Haben buchen. Die Überschussrechnung erfolgt dabei nach dem Zu- und Abflussprinzip. Betriebseinnahmen sind im Kalenderjahr ihres Zuflusses anzusetzen, Betriebsausgaben in dem Jahr ihrer Leistung. Einnahmen lassen sich durch entsprechende Planung verlagern und Ausgaben vorziehen. Verluste lassen sich dabei mit Überschüssen verrechnen. Geeignete Software sowie die Hilfe durch einen Steueranwalt bzw. Steuerberater erleichtert dabei das Vorgehen. Der letztendlich steuerpflichtige Gewinn wird durch einen Jahresabschluss ermittelt. Entsteht ein Verlust, weil die Betriebsausgaben die Betriebseinnahmen übersteigen, kann dieser durch einen Verlustvortrag auf spätere Zeiträume der Veranlagung übertragen werden. Darüber hinaus ist in gewissen Grenzen auch ein Verlustrücktrag in das Vorjahr möglich. Die Verrechnung erfolgt dann vorrangig vor anderen Sonderausgaben. Offene Verlustvorträge können Erben im Todesfall jedoch ggf. nicht mehr geltend machen.

Im Rahmen der Absetzung für Abnutzung, der sogenannten AfA bzw. Abschreibung, müssen Anlagegüter, die länger als ein Jahr genutzt werden, sofern ihr Wert nicht 150 Euro ohne Umsatzsteuer übersteigt, über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Die Abschreibungsbeträge mindern dabei den Gewinn und so die Steuerlast.

Des Weiteren ist abgesehen von denjenigen Steuerpflichtigen, die der Kleinunternehmerregelung unterfallen, im Rahmen der Buchführung auch die Umsatzsteuer zu berücksichtigen. Diese vom Steuerpflichtigen abzuführende Steuer kann dieser mit der von ihm selbst gezahlten Umsatzsteuer - der sogenannten Vorsteuer - verrechnen, sodass im Endeffekt nur die Mehrwertsteuer zu entrichten ist.

(GUE)

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