Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Bearbeitungszeit in der KFZ-Versicherung

(1)
Bearbeitungszeit in der KFZ-Versicherung
Für die Regulierung von Schadensfällen ist eine Bearbeitungszeit von vier bis sechs Wochen normal und zulässig.

Heute gehört es zum üblichen Dienst am Kunden, dass die KFZ-Versicherungen nach einem Unfall sehr schnell regulieren. Meistens vergeht ein Zeitraum von maximal zwei Wochen, selbst wenn dafür ein Gutachter eingeschaltet werden muss, der den Schaden am Fahrzeug beziffern soll. Auf eine solch schnelle Bearbeitung besteht allerdings kein Rechtsanspruch, wie das Oberlandesgericht Stuttgart festgestellt hat.

Ähnlich lautende Entscheidungen waren bereits auch von den Oberlandesgerichten Nürnberg, München und Düsseldorf getroffen worden. Sie sagen aus, dass eine Bearbeitungszeit von vier bis sechs Wochen, selbst bei normalen Versicherungsfällen, normal und zulässig ist. Dieser Zeitraum kann sich zusätzlich verlängern, wenn es im Rahmen des zu regulierenden Unfalls Verwarnungen der Beteiligten durch die Polizei gegeben hat. Dann ist der Bearbeitungsfrist der Zeitraum hinzuzuschlagen, der durch die Einsichtnahme in die polizeilichen Ermittlungsakten entsteht. Das bedeutet, dass die KFZ-Versicherung vorher auch nicht in Verzug gesetzt werden kann.

(OLG Stuttgart, Urteil v. 21.04.2010, Az.: 3 U 218/09)

Foto : ©iStockphoto.com


Rechtstipp vom 14.10.2010
aus dem Rechtsgebiet Verkehrsrecht

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps der anwalt.de-Redaktion

Alle Rechtstipps der anwalt.de-Redaktion
Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.