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Bewährungsstrafe für Raser nach Autorennen mit tödlichem Ausgang

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Zwei junge Männer wurden nach einem Autorennen mit tödlichem Unfall vor dem Kölner Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Die beiden 20-Jährigen hatten sich im März 2015 nachts eine spontane Wettfahrt mit bis zu 115 km/h auf einer Straße in der Kölner Innenstadt geliefert.

Es kam, wie es kommen musste:

Bei einem Zusammenstoß mit einem Taxi beim Überqueren einer roten Ampel starb ein Taxifahrgast, 4 weitere Menschen wurden verletzt (!).

Die jungen Männer hatten vor Gericht ein Geständnis abgelegt und sich entschuldigt. Die Reue der bis dahin unbescholtenen Angeklagten sei glaubhaft, meinte der Richter. Deshalb wurden sie nach dem illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang und Verletzungen vom Kölner Amtsgericht zu 12 und 16 Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt.

Der Richter meinte, die Tat sei absolut „jugendtypisch“. Sie wurden unter anderem wegen fahrlässiger Tötung nach Jugendstrafrecht verurteilt. Ihren Führerschein bzw. ihre Fahrerlaubnis müssen sie für mind. 1 Jahr abgeben. Nach Ansicht des Gerichtes handelte es sich um „eine absolut jugendtypische Tat“, bei der die Angeklagten nicht über mögliche Folgen nachgedacht hätten. Sie hätten das Rennen nicht geplant, sondern es sei aus der Situation heraus entstanden. „Aber in dem Moment sind Sie ganz bewusst und völlig rücksichtslos ein Risiko eingegangen“, sagte der Richter an die Angeklagten gewandt. „Das war ein Totalversagen.“

In Köln hatten 2015 mehrere schwere Raser-Unfälle und illegale Autorennen für Aufsehen gesorgt.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Strafrecht, Verkehrsrecht

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