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Commerzbank empfahl noch 2011 Griechenland-Anleihen

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Obwohl die Commerzbank bereits ihr eigenes Engagement in Griechenland-Anleihen aus Gründen der Risikominimierung reduzierte, empfahl diese ihren Kunden noch im Frühjahr 2011 verstärkt den Einstieg in Griechenland-Anleihen.

Bereits seit Oktober 2009 war bekannt, dass Griechenland massive wirtschaftliche Probleme hat. Seit 2011 war das Land dann auf internationale Kredite angewiesen. Unter Experten galt ein Schuldenschnitt als wahrscheinlich. Auch die Tatsache, dass die Renditen für griechische Staatsanleihen in 2011 drastisch anstiegen war ein weiteres Indiz dafür, dass die Märkte wenig Vertrauen in solche Papiere hatten und diese als Risiko-Investment betrachteten.

Trotz dieser Alarmzeichen empfahl die Commerzbank noch im April 2011, bevorzugt risikoscheuen Kunden, den Einstieg mit dem Argument, dass „Europa Griechenland nicht fallen lassen würde". Die Papiere waren den Anlegern als sichere Kapitalanlage angeboten worden. Auch wenn solche Staatsanleihen früher grundsätzlich als sicher galten  hätte aufgrund der Entwicklungen der Finanzkrise auf die Risiken von griechischen Staatsanleihen hingewiesen werden müssen. Bereits die Krise Argentiniens Anfang der 2000er-Jahr hatte gezeigt, dass auch bei Staatsanleihen mit Kapitalverlusten gerechnet werden muss. Auch auf den möglicherweise bevorstehenden Schuldenschnitt hätten die Berater hinweisen müssen. Durch den Schuldenschnitt hat sich der Wert der Papiere drastisch reduziert. Zudem haben die Anleger neue griechische Anleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren und deutlich niedrigeren Zinsen erhalten.

Zahlreiche Gespräche mit Mandanten, die über die Commerzbank Griechenland-Anleihen erworben hatten, zeigen jedoch, dass die Anleger oft nicht richtig beraten worden waren. Es bestehen daher vielfach Schadensersatzansprüche gegen die Bank, insbesondere dann wenn die Kunden eine sichere Anlage mitkurzen Laufzeiten wünschten. Häufig lässt sich diese Falschberatung auch durch die entsprechenden Beratungsprotokolle nachweisen.

Anleger, die Griechenland-Anleihen erworben haben, sollten daher dringend Rat bei einem auf Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalt einholen. Nur so können die Verluste mit griechischen Staatsanleihen ausgeglichen werden. Die KKWV-Anwaltskanzlei steht hierfür gerne zur Verfügung. Wir vertreten bereits zahlreiche betroffene Kunden der Commerzbank. Ansprechpartner ist Herr Rechtsanwalt Rainer J. Kositzki.

KKWV-Kanzlei für Kapitalanlagerecht, Wirtschaftsrecht und Verbraucherrecht  ist seit vielen Jahren auf dem Gebiet des Anlegerschutzes tätig und verfügt über langjährige Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht. Wir vertreten unsere Mandanten bundesweit in allen bank- und kapitalanlagerechtlichen Fragen, insbesondere beratend und unterstützend in Vergleichs- oder Einigungsgesprächen mit Banken. Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit bei allen Anlageformen des sog. „Grauen Kapitalmarkts", insbesondere auch bei geschlossenen Fonds.  



Rechtstipp vom 23.10.2012
aus den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Zivilrecht

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