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Die Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesfinanzhof (4)

  • 1 Minuten Lesezeit

Immer wieder bin ich überrascht, wenn mir Steuerbürger berichten, dass sie den Finanzrechtsstreit ohne Steuerberater oder Rechtsanwalt selbst geführt haben.

Angesichts des hohen Niveaus sowie einer zunehmenden Macht und Effizienz der Finanzverwaltung steht der Steuerbürger ohne professionelle Unterstützung (fast immer) auf verlorenem Posten.

Hinzu kommt, dass man als persönlich Betroffener nie die notwendige Distanz bzw. Objektivität hat, um die eigene Position realistisch einzuschätzen.

Spätestens wenn eine Klage vor dem Finanzgericht zu erheben ist, benötigen Sie einen erfahrenen Steueranwalt, um Ihre Interessen optimal zu vertreten.

In einem mir gerade zugetragenen Fall hatte das Finanzamt nach einer Außenprüfung Steuernachforderungen in Höhe von rund € 300.000 ermittelt und entsprechende sog. Auswertungsbescheide erlassen.

Der Steuerpflichtige unterlag im (selbst geführten) Finanzgerichtsprozess und erhob - wieder allein - Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesfinanzhof.

Die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde beginnt mit einigen Worten zu seiner Person. Sodann wird sehr umfangreich geschildert, wie sehr sich der Finanzrechtsstreit auf den Familienfrieden und die Gesundheit ausgewirkt haben. Auch die weiteren Ausführungen waren rechtlich unerheblich. Denn:

Vor dem Bundesfinanzhof muss sich jeder Beteiligte durch einen Angehörigen der steuerberatenden Berufe vertreten lassen. So stand es auch in der Rechtsmittelbelehrung des Finanzgerichts.

Daher war die Nichtzulassungsbeschwerde als unzulässig zu verwerfen.

Zur Nichtzulassungsbeschwerde verweise ich auf meine weiteren Rechtstipps bei anwalt.de.

Sie suchen einen Anwalt, der die Chancen und Risiken in Ihrem Anliegen realistisch einschätzt und Ihre Interessen erfolgreich durchsetzt, dann sprechen Sie mich gerne an.

Foto(s): AdobeStock

Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Steuerrecht

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