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Fester Blitzer: 20537 Hamburg, Ecke Nordkanalstraße/ Anckelmannsplatz- Bußgeld vermeiden

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Sie wurden in 20537 Hamburg an der Ecke Nordkanalstraße/Anckelmannsplatz geblitzt. Rechtsanwalt Andreas Junge erklärt in diesem Artikel die Erfolgsaussichten eines Einspruchs gegen den drohenden Bußgeldbescheid. Er verteidigt seit Jahren erfolgreich in Bußgeldverfahren und Verkehrsstrafsachen. Pro Jahr betreut er ca. 1000 Bußgeldverfahren. Außerdem ist er Fachanwalt für Strafrecht. Das Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht liegt an der Schnittstelle dieser Rechtsgebiete. Rechtsanwalt Junge hat daher das Wissen und die Erfahrung, um Sie optimal zu beraten und zu verteidigen.

Der Erfolge eines Einspruchs kann viele Ursachen haben. Mal sind wesentliche Formalien nicht eingehalten, die Anhörungsfrist nicht eingehalten oder die Beweisargumentation lückenhaft.

An dieser Messstelle sind die möglichen Fehlerquellen des verwendeten Messgerätes vom Typ PoliscanSpeed Hauptargumente für eine erfolgreiche Verteidigung. Es ist derzeit eines der umstrittensten Messgeräte Deutschlands. Sachverständigen für Verkehrsmesstechnik gelingt es sehr oft, Messfehler oder Bedienfehler dieses Geräts anhand der Verfahrensakte oder der Rohmessdaten des konkreten Einsatzes nachzuweisen. 

Die Messung erfolgt hier auf der Basis einer Laserpulslaufzeitmessung (LIDAR= Light Detection And Ranging). Dabei werden die Fahrzeuge  von einem horizontal scannenden LIDAR erfasst, dieser sendet dabei kurze Laserimpulse in Bündelform aus. Diese werden von dem Fahrzeug reflektiert und zum Blitzer zurückgesandt, welcher diese erfasst.  Mit Hilfe dieser Daten kann die benötigte Zeit für die eingegebene Messstrecke bestimmt werden. Mit Hilfe dieser Daten wird die Geschwindigkeit berechnet. Ist der Grenzwert überschritten, wird die Kamera ausgelöst.

Die Auffächerung der Lichtimpulse kann aber dazu führen, dass diese von mehreren Fahrzeugteilen reflektiert werden. Der Blitzer speichert diese aber als von einem einzigen Karosserieteil zurückgesandt. Dadurch wird aber die Bestimmung der Zeit und also auch die Berechnung der Geschwindigkeit zu Lasten des Betroffenen verfälscht. Bei ca. 50 % aller Messungen stimmen die angegebenen Werte nicht mit der tatsächlichen Geschwindigkeit überein. Auch bei Ihrer Messung kann dieser Serienfehler gegeben sein.

Von besonderer Bedeutung für die Genauigkeit der Messung ist die richtige Einstellung des  Schwenkwinkels, der anhand des Abstands des Gerätes zum Fahrbahnrand ermittelt wird. Hier passieren mangels Sachkenntnis und Sorgfalt sehr oft Fehler, gleiches gilt für die Auswertung des Messfotos. Um dieses zu vermeiden, fordert der Hersteller ausdrücklich eine Schulung des Messpersonals an seinem Gerät. Ist diese in der Akte nicht nachweisbar, ist die Messung keine wirksame Grundlage für einen Bußgeldbescheid.

Ein weiteres Beispiel für diese Fehler ist, dass sich in der Vergangenheit zusätzliche Ungenauigkeiten daraus ergaben, dass eine Verzögerung der Kameraauslösung vorlag, die eine genaue Feststellung der Geschwindigkeit unmöglich machte. Deswegen wurden bisher zahlreiche Verfahren wegen des Vorliegen einer zu ungenauen Messung eingestellt. Gleiches gilt für das Fehlen einer gültigen Eichung. Die Betroffenen ganzer Messreihen wurden schon freigesprochen, weil die entsprechende Frist abgelaufen war.

Auch die Erfassung vermeintlicher Rotlichtvergehen ist nicht fehlerfrei. An Ampelkreuzungen kommt es regelmäßig, zu Änderungen der Ampeleinstellungen. Dieses müsste natürlich sofort in der Software der Geräte berücksichtigt werden.  Die Messgeräte vom Typ PoliScan werden aber unabhängig von den Ampeln gewartet und dadurch können Zeitfenster entstehen, in denen die Messungen nicht mit den Ampelphasen übereinstimmen. Gleiches gilt für Lampenverzögerungszeiten und Toleranzen, diese müssen separat von den Ampelwartungen bei dem Messgerät eingegeben werden. Dieses zwingende Erfordernis wird keineswegs immer eingehalten. Diese Mängel sind in den Rohmessdaten und den Messprotokollen dokumentiert, welche im Rahmen der durchzuführenden Akteneinsicht von einem Experten für Verkehrsmesstechnik analysiert werden.

Rechtsanwalt Andreas Junge holt daher für jeden Messvorgang ein technisches Sachverständigengutachten ein. Dieses listet die gefundenen Fehler auf begründet und begründet deren negative Auswirkungen auf Ihr Messergebnis. Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung im Verkehrsrecht, entstehen Ihnen hierfür und für das gesamte Verfahren keine Kosten. Mit Hilfe des Gutachtens kann wird bei Gericht ein Beweisantrag gestellt und die Ungenauigkeit der Messung nachgewiesen. Das Ergebnis ist  ein Freispruch oder zumindest die Einstellung des Verfahrens. Punkte im Fahreignungsregister (früher Verkehrszentralregister) in Flensburg oder gar ein Fahrverbot bleiben Ihnen in diesem Fall erspart.

Rechtsanwalt Junge verteidigt seit Jahren erfolgreich in Bußgeldverfahren und Verkehrsstrafsachen. Pro Jahr betreut er ca. 1000 Bußgeldangelegenheiten. Außerdem ist er Fachanwalt für Strafrecht. Rechtsanwalt Junge hat damit das Wissen und die Erfahrung, um Sie optimal zu beraten und zu verteidigen. Die örtliche Entfernung ist kein Hinderungsgrund.

Senden Sie einfach Ihre Fragen per mail oder rufen Sie in der Kanzlei von Rechtsanwalt Andreas Junge an. Eine kurzfristige Kontaktaufnahme ist auch über Handy : 01792346907 möglich. Telegram, TelegrammX, Signal und WhatsApp stehen als Messenger zur Verfügung.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Ordnungswidrigkeitenrecht, Verkehrsrecht

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