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Geblitzt in Flensburg, Nordstraße, 150 m hinter Brücke Bismarckstraße- Bußgeld, Punkte und Fahrverbot vermeiden!

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Sie sollen hier die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten haben und erhielten deswegen einen Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid der Bußgeldstelle Flensburg? Dann sind folgende Sanktionen möglich.

Ab 21 km/h zuviel droht ein Punkt und eine Buße von 70 €, bei 26 km/h sind es ein Punkt, ein Monat Fahrverbot und 80 €, bei 31 km/h erhöht sich die Buße auf 120 €, bei 41 km/h sind 160 €, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte fällig, bei 51 km/h fallen 240 €, 2 Punkte und ein Monat Fahrverbot an, bei 61 km/h sind es 440 €, 2 Punkte und 2 Punkte Fahrverbot. Ab einer Überschreitung um mehr als 70 km/h drohen als Strafe 600 €, 2 Punkte und drei Monate Fahrverbot.

Doch soweit muss es nicht kommen. Ein spezialisierter Verteidiger kann Ihnen hier das drohende Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot ersparen. Nach der Statistik ist jeder Bußgeldbescheid angreifbar und an dieser Messstelle sind die Schwächen des verwendeten Lasermessgerätes vom Typ PoliscanSpeed ein Garant für den Erfolg Ihres Einspruchs.

Dieser Blitzer ist seit seiner Einführung heftiger Kritik durch die Fachgerichte ausgesetzt. Der Hersteller hat deswegen mittlerweile sogar die komplette Software ausgetauscht, die charakteristischen Schwächen bei der Geschwindigkeitsbestimmung sind aber geblieben.

Die Messwertbildung kommt folgendermaßen zustande. Das Gerät sendet Laserstrahlen im Infrarotbereich aus, 158 Strahlen mit einer Wiederholrate von 100/s und mit einer Ausweitung auf 45 mal 140 Zentimeter auf 75 Meter. Fährt in die Strahlenaufweitung ein Fahrzeug hinein, startet eine Laser- Puls- Laufzeit-Messung. Die dabei ermittelte Objektkontur ergibt sich daraus, dass die Lichtimpulse vom Fahrzeug reflektiert und zurückgesandt werden. Hieraus ergibt sich ein dreidimensionales Bild. Dieses wird in einem kartesischen System erfasst und mit einer Regressionsgeraden versehen, aus der sich letztlich die Geschwindigkeit ergibt. Ist der Grenzwert übrschritten, wird die Kamera ausgelöst.

Hierbei kann es aber passieren, dass durch die Auffächerung der Impulse, ein Lichtstrahl von verschiedenen Fahrzeugteilen reflektiert wird, der Blitzer diesen aber als von einem einzigen zurückgesandt speichert. Hierdurch verfälscht sich naturgemäß die Geschwindigkeitsbestimmung. Bei etwa 50% aller Messungen stimmen die Werte nicht überein. Auch bei in Ihrem Fall kann dieser Serienfehler gegeben sein.

Vom Hersteller sind zwei Annullierungsgründe vorgegeben.Dieses soll geschehen, wenn kein Lichtbild erstellt wurde, so bei Verdeckungsfällen oder aus fototechnischen Gründen, bei denen der Blitzer bei hohen Fallzahlen wegen Überlastung nicht mehr Schritt halten kann.  Zum anderen wird die Gesamtmessung annulliert, wenn messtechnische Gründe vorliegen, etwa die 10-Meter-Strecke nicht erreicht wurde. Dieses erfolgt aber nicht immer und solche nicht verwertbaren Messungen waren schon Ursachen für (unwirksame) Bußgeldbescheide.

Das Gerät hat Zuordnungsschwierigkeiten bei Kolonnenfahrten, Überholvorgängen und entgegenkommenden Fahrzeugen. In solchen Situationen ist es nicht immer nachweisbar, dass tatsächlich das abgebildete Fahrzeug gemessen wurde.

Ein Algorithmus sorgt dafür, dass Messdaten, welche außerhalb des Messfeldes erhoben werden, herausgefiltert werden. Namentlich beträgt das Messfeld, innerhalb dessen die erhobenen Rohdaten verwertet werden dürfen, 50-20 Meter zwischen Fahrzeug und Gerät. Allerdings wird bei etwa 53 % aller Messungen dieser Mindestabstand unterschritten. Dieses bietet der Verteidigung zusätzliche Angriffspunkte, um die Ungenauigkeit der Messung nachzuweisen.

Das maßgebliche Beweismittel, das Tatfoto mit Auswerterahmen, wird nicht durch das Messgerät bzw. die Messsoftware selbst generiert, sondern durch die Auswertesoftware („TUFF-Viewer“). Diese Auswertesoftware ist jedoch nicht Bestandteil der Gerätezulassung und somit weder geprüft noch geeicht. Damit gibt es keinen Anscheinsbeweis, dass dieses Gerät immer einwandfrei arbeitet.

Ein sehr häufiger Anwendungsfehler ist die falsche Einstellung des Scanwinkels. Sogenannte "Schrägmessungen" bringen aber immer erhebliche Messfehler zu Lasten des Betroffenen mit sich.

Um dieses zu vermeiden, verlangt der Hersteller ausdrücklich eine Fortbildung der Messbeamten am Gerät. Fehlt ein entsprechendes Zertifikat, kann die Messung keine Grundlage für einen Bußgeldbescheid sein.

Oft ist die Eichung des Gerätes abgelaufen. Auch in diesem Fall ist der Betroffene freizusprechen.

Diese und noch viele andere Fehler können bei der Durchsicht Ihrer Rohmessdaten und Messprotokolle gefunden werden.

Rechtsanwalt Andreas Junge lässt daher für jeden Messvorgang ein Sachverständigengutachten erstellen. Er arbeitet hier mit einem unabhängigen Ingenieurbüro zusammen, welches weder auf die Gunst der Gerichte noch auf die Beauftragung durch Rechtsschutzversicherungen angewiesen ist - nur so ist gewährleistet, dass der Sachverständige alle nötigen Schritte einleitet und gefundene Fehler deutlich aufzeigt. Das  technische Gutachten listet die gefundenen Fehler auf und begründet deren negative Auswirkung auf die angegebenen Geschwindigkeitswerte. Damit ist es die Grundlage für Beweisanträge, mit denen die Ungenauigkeit der konkreten Messung nachgewiesen wird. 

Als Ergebnis folgt ein Freispruch oder das Verfahren wird zumindest eingestellt. Punkte im Fahreignungsregister (früher Verkehrszentralregister) in Flensburg oder gar ein Fahrverbot bleiben Ihnen in diesem Fall erspart. 

Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, entstehen Ihnen für das gesamte Verfahren keine Kosten.

Wichtig: Melden Sie sich frühzeitig bei einem auf das Ordnungswidrigkeitenrecht spezialisierten Rechtsanwalt, am besten schon dann, wenn Ihnen ein Anhörungsbogen der Behörde zugegangen ist. Rechtsanwalt Andreas Junge kennt die Möglichkeiten, Sie bereits in diesem frühen Verfahrensstadium effektiv zu verteidigen.

Rechtsanwalt Junge verteidigt seit Jahren bundesweit erfolgreich in Bußgeldverfahren und Verkehrsstrafsachen. Pro Jahr betreut er ca. 1000 Bußgeldverfahren und er ist Fachanwalt für Strafrecht. Rechtsanwalt Junge hat damit das Wissen und die Erfahrung, um Sie optimal zu beraten und zu verteidigen.

Senden Sie einfach Ihre Fragen per mail oder rufen Sie in der Kanzlei von Rechtsanwalt Andreas Junge an. Die anwaltliche Erstberatung in jedem Fall kostenfrei. Eine kurzfristige Kontaktaufnahme ist auch über Handy : 01792346907 möglich. Telegram, TelegrammX, Signal und WhatsApp stehen als Messenger zur Verfügung.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Ordnungswidrigkeitenrecht, Verkehrsrecht

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