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German Pellets - Anleger hört die Signale

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Nach den dramatischen Erfahrungen mit den sogenannten Mittelstandsanleihen in den letzten Jahren, werden Anleihebesitzer in der Regel hellhörig, wenn es bei ihren Papieren zu auffälligen Kursbewegungen kommt. Aktuell machen die Anleihen der German Pellets GmbH betroffenen Anlegern Sorgen. Die Papiere verlieren seit einigen Tagen massiv an Wert. Es werden Kurseinbrüche von über 40 Prozent verzeichnet. Auch die Genussrechte verzeichneten einen Kursrückgang von 50 Prozent und werden mit lediglich um die 30 Prozent gehandelt.

„Solch massive Kurseinbrüche sind in der Regel kein gutes Zeichen. Anleihegläubiger und Genussrechtsinhaber sollten sich auf weitere Kursturbulenzen einstellen, solange nicht geklärt ist, was die Ursache dafür ist“, sagt Klaus Nieding, Vorstand der Nieding+Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft. Seine Kanzlei habe nun damit begonnen, die Geschehnisse zu untersuchen und die rechtlichen Möglichkeiten für betroffene Anleger zu prüfen. „Derzeit liegt die Vermutung nahe, dass die Kurseinbrüche auf Problemen bei der Refinanzierung der im März auslaufenden Anleihe über 80 Millionen Euro beruhen. Wir prüfen daher auch, ob im Rahmen der Genussrechtsemmission im November 2015, welche auch der Rückführung der ausstehenden Schuldverschreibung 2011/2016 diente, die Unternehmenssituation zutreffend dargestellt wurde“, sagt Marvin Müller-Blom, Anwalt bei Nieding+Barth.

Die German Pellets GmbH hat derzeit drei nicht nachrangige, börsennotierte Anleihen am Markt mit einem platzierten Volumen von 252 Millionen Euro. Am 31.03.2016 endet die Laufzeit der 80-Millionen-Euro-Anleihe. Die zwei weiteren Anleihen haben Laufzeiten bis Juli 2018 (72 Millionen Euro) und bis November 2019 (100 Millionen Euro). Noch im November 2015 hatte das Unternehmen Genussrechte im Volumen von 13,5 Millionen Euro platziert. Der Emissionserlös diente nach Angaben der Gesellschaft vorwiegend dem Umtausch der Genussrechte aus dem Jahr 2010 sowie der Anleihe 2011/2016 und der Rückführung der ausstehenden Schuldverschreibung 2011/2016.

Die Nieding+Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft bietet betroffenen Anlegern eine kostenlose Registrierung per E-Mail, um sich über die weiteren Entwicklungen zu informieren.


Rechtstipp vom 21.01.2016
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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