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GSI Triebwerkefonds 3: Anleger verlieren mindestens 66 % ihrer Beteiligung

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Die Fondsverwaltung der sich mittlerweile in Liquidation befindlichen GSI Triebwerke Drei GmbH & Co. KG hat den Gesellschaftern mit Rundschreiben vom 27. Oktober die geplante Vorgehensweise im Rahmen der Liquidation mitgeteilt. Nach dem Verkauf sämtlicher Triebwerke sollen die Anleger lediglich 10 % ihres eingesetzten Kapitals zurückerhalten. Ihr nominaler Verlust beliefe sich sodann auf ca. 66 %. Nicht abschließend geklärt ist jedoch die Frage, ob die Anleger auf Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen in Anspruch genommen werden können. Wenn ja, wird der Verlust noch größer ausfallen.

Spätestens jetzt überlegen viele Anleger, Schadensersatzansprüche gegen die damaligen Berater, insbesondere Sparkassen, wegen Falschberatung geltend zu machen. Allzu oft wurden ihnen hohe Renditen bei vergleichsweise kurzen Laufzeiten in Aussicht gestellt. Risiken der Beteiligung an einem geschlossenen Fonds in Form einer Kommanditgesellschaft, insbesondere das Risiko eines vollständigen Verlustes der Anlagesumme, kamen demgegenüber häufig nicht zur Sprache.

Rechtsanwalt Dr. Thomas Meschede, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht bei mzs Rechtsanwälte, ist guter Dinge: „Vielen Anlegern dürfte ein Anspruch auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung zustehen. Denn in vielen Fällen wurden die hohen Anforderungen an eine anleger- und objektgerechte Beratung nicht eingehalten. Stattdessen wurden Beteiligungen an dem Triebwerkfonds oft als sichere Kapitalanlage zur Altersvorsorge beworben. Eine Vermögensanlage mit Totalverlustrisiko kann aber nicht zur Altersvorsorge geeignet sein.“ Darüber hinaus hätten die vermittelnden Banken auch über sämtliche Provisionen (Kick-backs), die an sie geflossen sind, aufklären müssen. Auch das Verschweigen dieser Rückvergütungen kann den Anspruch auf Schadensersatz begründen.

Die Düsseldorfer Kanzlei mzs Rechtsanwälte ist spezialisiert auf die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen Falschberatung zu geschlossenen Fonds. Das Team rund um den Partner Dr. Meschede steht betroffenen Anlegern gerne für eine Erstberatung zu Verfügung.


Rechtstipp vom 07.11.2016
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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