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Investfinans AB: Anleger fallen Betrug zum Opfer! Schnelles Handeln gefragt! Anwälte informieren!

Rechtstipp vom 15.03.2019
Rechtstipp vom 15.03.2019

Bei der Investfinans AB mit angeblichem Sitz in Hägersten sind vermutlich mehrere tausend Anleger aus Deutschland einem unglaublichen Betrugsfall zum Opfer gefallen, die Schäden dürften in den hohen zweistelligen Millionenbereich gehen, viele Geschädigte verloren wohl 100.000,- – 300.000,- € oder noch mehr, wie nun klar ist nach Warnungen in der deutschen Zeitschrift test.de und einer Investorenwarnung der Österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) vom 21.02.2019 vor der Fa. Investfinans AB und, nachdem die Fa. nach mehreren Anzeigen und, nachdem diverse Anleger ihre Beteiligung widerrufen hatten, nicht mehr erreichbar ist.

So lief der Betrug ab

Es handelt sich vermutlich um dieselben Verantwortlichen wie im Betrugsfall MDM Group, bei der im Jahr 2017/Anfang 2018 schon deutsche Anleger spektakulär „abkassiert“ wurden, die Verantwortlichen sich mit den Anlegergeldern in die Türkei absetzten und die Staatsanwaltschaft Luzern, Abteilung 5 Wirtschaftsdelikte zu dem dortigen Verfahren unter dem Az. SAS 179351 bis heute ermittelt.

Die Fälle MDM Group sowie Investfinans AB ähneln sich in verblüffender Weise:

Bei der MDM Group gründeten die Verantwortlichen ein Briefkastenunternehmen in Meggen in der Schweiz, bzw. kauften einen wertlosen Börsenmantel und benannten diesen um, untergebracht in einem Büroservice in Meggen. Es wurde dann eine Strohfrau als Geschäftsführerin eingesetzt. Dann wurde im Internet mit wunderbaren Meldungen gearbeitet, es wurde etwa mit 10-jähriger Unternehmenstätigkeit geworben, einem großen Immobilienbestand in der Türkei und sogar in Schweden – alles selbstverständlich frei erfunden.

Diverse professionell geschulte Telefonverkäufer, z. B. „Herr Kaiser“ etc., wurden engagiert und hielten die Anleger bei der Stange und versprachen ihnen das „Blaue von Himmel“, z. B. „sichere Nachrangdarlehen“ (ein Widerspruch in sich!) mit 10 – 20 % Rendite pro Jahr.

So wurde auch schließlich ein Börsengang in den USA angekündigt, zusammen mit der Fusion mit einem US-Bauunternehmen, bei dem hohe Gewinne, 200 – 400 % für die Anleger, möglich sein sollten.

Immer wieder erschienen kurzfristig höchst positive Meldungen im Internet, sogar auf diversen Presseportalen, um Seriosität vorzugaukeln. Der Börsengang wurde kurzfristig per E-Mail abgesagt, weil sich das US-Bauunternehmen nicht an die Abmachungen gehalten hätte. Die Konten der MDM Group AG wurden von den Verantwortlichen längst „abgeräumt“, wie erwähnt, ermittelt die Staatsanwaltschaft Luzern bis heute unter dem Az. SAS 179351 und konnte die Verantwortlichen aber bis heute nicht zur Verantwortung ziehen, weil diese sich vermutlich in der Türkei aufhalten.

Genau dasselbe war nun offensichtlich passiert bei der Fa. Investfinans AB. Auch hier hatte man sich offensichtlich in einem Büroservice eingemietet, mit hohen Investitionen z. B. im Immobiliensektor im Millionen- oder sogar Milliardenbereich geworben, damit, dass es sich bei Investfinans AB um den „größten schwedischen Immobilienfonds“ handeln soll. Hohe Renditen mit „Festgeldern“ mit Renditen zwischen 3-9 % sollten möglich sein. Auch hier wurde noch vor einiger Zeit mit einem „Börsengang“ geworben, bei dem spektakuläre Gewinne für die Anleger möglich sein sollten. Auch bei Investfinans hatte man offensichtlich dasselbe türkische Callcenter engagiert wie bei der MDM Group, bei dem die Telefonverkäufer Anleger zu einem Investment überreden sollten.

Es wurden immer wieder positive Nachrichten im Internet „gebloggt“, auch über renommierte Presseorgane, bei denen die Meldungen inzwischen aber gelöscht wurden, oder über ein Börsenportal, bei dem eine positive Meldung über Investfinans noch ersichtlich ist.

Es wurde sogar mit einer angeblichen „Einlagensicherung“ bis 100.000,- € geworben und in einer Dr. Späth & Partner vorliegenden E-Mail sogar damit, das die Investoren bei der Hausbank von Investfinans, einer renommierten schwedischen Bank, abgesichert seien.

Die angebliche Einlagensicherung der Anlagen bei Investfinans AB ist selbstverständlich ebenso frei erfunden wie der Börsengang, da das Unternehmen über keine nennenswerten Vermögenswerte verfügt. 

Recherchen ergaben auch, dass die angegebene Umsatzsteuernummer von Investfinans SE556711636201 gegenwärtig ungültig ist.

Anleger sollten nach Ansicht von Dr. Späth & Partner somit umgehend alle rechtliche Schritte einleiten wie zivil- und strafrechtliche Schritte. Da dabei fraglich ist, ob die Verantwortlichen noch dingfest gemacht werden können, oder sich nicht schon wieder ins Ausland abgesetzt haben, sollten Anleger auch andere Maßnahmen prüfen. Bei der schwedischen Bank, die für die Investfinans AB ein Konto eingerichtet hatte, könnten noch diverse Anlegergelder gesichert worden sein. Hier könnte versucht werden, z. B. mithilfe eines Arrests zuzugreifen, denn es könnte das Prioritätsprinzip gelten.

Die schwedische Bank, die das Konto für Investfinans AB eingerichtet hatte, wird sich ohnehin unangenehme Fragen gefallen lassen müssen:

So ist nach Ansicht von Dr. Späth & Partner Rechtsanwälten mbB fraglich, ob die Verpflichtung zur Legitimationsprüfung bei dieser Bank ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Banken sind aufgrund des sog. „Know your customer“-Prinzips dazu verpflichtet, Kunden, die ein Konto einrichten wollen, sehr genau zu prüfen. Es bestehen zumindest Zweifel, ob bei der Bank diese Legitimationsprüfung ordnungsgemäß durchgeführt worden ist, zumal die Umsatzsteuernummer von Investfinans nicht mehr gültig ist.

Anleger sollten sich daher nach Ansicht von Dr. Späth & Partner Rechtsanwälte mbB nicht länger hinhalten lassen, sondern umgehend alle ihnen zustehenden Rechte prüfen und versuchen, die von ihnen an Investfinans AB überwiesenen Gelder zu retten. Dazu gehören auch strafrechtliche Schritte.

Auch sollten Betroffene prüfen, ob diverse Verantwortliche, die bei dem Betrug mitgemacht haben, oder auch diverse Banken, eventuell haftbar gemacht werden könnten.

Betroffene Investfinans AB-Anleger sollten somit keine wertvolle Zeit mehr verlieren und können sich gerne an Dr. Späth & Partner wenden.

Dr. Späth & Partner werden in dem Betrugsfall nur eine zweistellige Auswahl von Anlegern vertreten mit Schäden ab 30.000,- € vertreten, um diese optimal betreuen zu können.

Dr. Späth & Partner Rechtsanwälte mbB sind seit dem Jahr 2002, und somit seit über 16 Jahren, schwerpunktmäßig im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig und damit mit Betrugsfällen wie dem gegenwärtigen bestens vertraut.


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