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Kanzlei bei Gesellschafterversammlung des DS-Rendite-Fonds 130 vor Ort: Wie geht es weiter?

Rechtstipp vom 07.10.2017
Rechtstipp vom 07.10.2017

Bereits seit Dezember 2016 ist den Fondsverantwortlichen bekannt, dass der langjährige Leasingnehmer Singapore Airlines den Leasingvertrag für den fondseigenen Airbus A380 im Januar 2018 auslaufen lassen wird. Daher fragen sich die Anleger der DS-Rendite-Fonds Nr. 130 Flugzeugfonds V GmbH & Co. KG, wie es mit dem Flugzeug – und ihrem angelegten Geld – weitergehen soll.

Triebwerke des A380 sollen vorübergehend verleast werden

Am 28.09.2017 hat nun eine außerordentliche Gesellschafter- und Treugeberversammlung stattgefunden, an der auch zwei Rechtsanwälte der Mutschke Rechtsanwaltsgesellschaft mbH für Fondsanleger teilgenommen haben. Die Anleger sollten hier darüber „abstimmen“, ob die vier Triebwerke des A380 – voraussichtlich bis zum 31.03.2019 – verleast werden sollen. Damit will der Fonds Zeit und Geld gewinnen, um in der Zwischenzeit weiter die Optionen zur Vermarktung des Flugzeugs sondieren zu können.

Viele Möglichkeiten, wenig Konkretes

Den wenigen persönlich anwesenden Anlegern wurde zunächst erklärt, dass das Flugzeug seit Anfang September 2017 aus dem Betrieb genommen wurde und derzeit gewartet wird. Hiernach wurde ein grober Überblick über die bisherigen Bemühungen des Fonds bezüglich der weiteren Vermarktung des A380 gegeben. Danach soll es mehrere mehr oder weniger konkrete Optionen für eine weitere Verleasung oder einen Verkauf des Flugzeugs einschließlich dessen Verkaufs in Teilen geben. 

Es würden weiter Verhandlungen mit potenziellen neuen Leasingnehmern und auch Kaufinteressenten geführt. Auch ein zeit- und kostenintensiver Umbau der Maschine in ein Frachtflugzeugs sei grundsätzlich denkbar. Unterschriftsreif ist von diesen Möglichkeiten allerdings keine, daher sei die vorübergehende Verleasung nur der Triebwerke des Flugzeugs die derzeit beste Lösung.

Insgesamt zeigten die Verantwortlichen sich erstaunlich zuversichtlich, dass man noch zu einer guten Lösung kommen werde und auch die Anleger eigentlich keine Kapitalverluste zu befürchten hätten. Worin sich dieser Optimismus konkret begründet, blieb allerdings offen. Der Anregung von Frau Rechtsanwältin Nicole Mutschke, die eigentlich vorgesehene Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 7,25 % vorzunehmen, um zumindest diese Gelder für die Anleger zu sichern, wurde dabei eine klare Absage erteilt. Insofern bleibt abzuwarten, ob der Fonds tatsächlich noch die „Flugkurve“ kriegt und die Anleger nicht nur die ausgesetzte Ausschüttung, sondern ihr eingesetztes Kapital komplett zurückerhalten.

„Empfehlung“ für Triebwerkleasing beschlossen

Die Anleger konnten allerdings nicht unmittelbar über den Abschluss des Leasingvertrages für die Triebwerke abstimmen, die Abstimmung sollte der Geschäftsbesorgerin vielmehr lediglich als „Stimmungsbarometer“ dienen. Am Ende stimmte über 99 % des Anlegerkapitalsfür den Abschluss eines solchen Leasingvertrag. Diese Mehrheit kam allerdings dadurch zustande, dass nur relativ wenige Anleger anwesend waren und die Treuhänderin des Fonds das Stimmrecht vieler Anleger für die Beschlussvorlage der Geschäftsbesorgung ausgeübt hat. Insofern muss die Frage erlaubt sein, ob die Abstimmung tatsächlich als Barometer für die Stimmung der Anleger dienen kann.

Über uns

Wir, die Fachkanzlei Mutschke, sind spezialisiert auf den Bereich des Wirtschaftsrechts. Eine Spezialisierung ist in unseren Augen unentbehrlich, um Fachkompetenz zu garantieren. Unsere Anwälte verfügen über eine herausragende Expertise, greifen auf eine jahrelange Erfahrung aus Tausenden von Fällen zurück und vertreten bundesweit anspruchsvolle Mandanten.


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