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Kommt eine große Kündigungswelle auf den Bankensektor zu?

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt am 20.10.2016 „Frankfurter Banker fürchten um ihre Arbeitsplätze“. Konkret wird über die Pläne von Deutscher Bank und Commerzbank berichtet, die jeweils tausende Stellen streichen wollen. Zudem wird eine am Vortag veröffentlichte Studie des Centre for Financial Studies (CFS) zitiert. Die Forscher befragen seit fast 10 Jahren Finanzinstitute und ihnen nahestehende Dienstleister wie Anwaltskanzleien und Berater. Von diesen Befragten sitzen 90 % in Frankfurt am Main. Nach dem Ergebnis der Befragung treffen Stellenkürzungen die Finanzinstitute noch stärker als erwartet, und es wird mit weiteren Einsparungen im Personalbereich gerechnet. Die Zahlen belegen ein historisches Tief seit Beginn der Befragung.

„Die Ergebnisse der Studie belegen einen Trend, der auch in unserem arbeitsrechtlichen Dezernat seit dem 2. Quartal 2016 registriert wurde“, bestätigt Rechtsanwalt Matthias Schröder von der Kanzlei LSS Rechtsanwälte. Wörtlich heißt es in der Studie: „Der Stellenabbau fällt bei den befragten Finanzinstituten noch deutlicher aus als letztes Quartal bereits erwartet wurde. Zuvor wurde die Anzahl der Mitarbeiter auf neutralem Niveau stabil gehalten. Jetzt fällt der Sub-Index Mitarbeiter der Finanzinstitute im dritten Quartal um 13,7 Punkte auf ein – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historisches Tief von 86,0 Punkten, und die Finanzinstitute gehen für das laufende Quartal davon aus, dass sich die Situation weiter verschärft.

Hingegen entwickelt sich der Mitarbeiterstab bei den Dienstleistern noch positiver als erwartet. Der entsprechende Sub-Index erhöht sich gegenüber dem Vorquartal deutlich um 11,8 Punkte auf 116,9 Punkte. Für das vierte Quartal sind die Dienstleister noch optimistischer.

LSS Rechtsanwälte unterhalten in Frankfurt am Main ein arbeitsrechtliches Dezernat mit dem Schwerpunkt „Banken und Finanzdienstleister“ und vertreten dort Angestellte und Geschäftsführer/Vorstände im Rahmen von Kündigungen und Vertragsaufhebungen gegen ihre Arbeitgeber.


Rechtstipp vom 22.10.2016

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