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More & More GmbH: Rückzahlung der Unternehmensanleihe gefährdet?

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Mit der More & More GmbH gerät nun ein weiterer Anbieter aus dem Modesegment in Schwierigkeiten, die Rückzahlung seiner Unternehmensanleihe zu gewährleisten. Wie die Gesellschaft am 12. Mai 2017 per Ad hoc Mitteilung bekannt gegeben hat, wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Jahresfehlbetrag von 2,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Die More & More GmbH geht aufgrund des Verlustes im Geschäftsjahr 2016 und den Planungen für das laufende Geschäftsjahr davon aus, dass sie nicht in der Lage sein wird, die im Juni nächsten Jahres fällige Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A1TND44 / WKN: A1TND4) aus dem Cash-Flow zurückzuführen. Die im Jahr 2013 begebene Anleihe hat ein Volumen von knapp 10 Mio. Euro und wird mit 8,125 % verzinst.

Gewinnzone im Geschäftsjahr 2016 deutlich verfehlt

Die More & More GmbH hatte bereits im Geschäftsjahr 2015 einen Verlust von 0,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Nach den Planungen sollte die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr wieder profitabel sein. Trotz der Steigerung des Umsatzes um 1,6 % im Geschäftsjahr 2016 wurde dieses Ziel jedoch erheblich verfehlt. 

Refinanzierung der Anleihe

Da die More & More GmbH die Rückzahlung der Unternehmensanleihe im nächsten Jahr nicht aus dem laufenden Geschäft wird finanzieren können, bleibt ihr nur die Refinanzierung oder die Restrukturierung der Anleihe. In der Ad hoc Mitteilung hat die Gesellschaft mitgeteilt, derzeit alle Optionen zu einer möglicherweise auch vorzeitigen Refinanzierung der Anleihe zu prüfen. 

Aufgrund der Rahmenbedingungen gerade in der Modebranche ist es aus Sicht der Kanzlei ARES Rechtsanwälte nicht gesichert, ob es der More & More GmbH gelingen wird, die geplante Refinanzierung zu realisieren. Möglicherweise müssen sich die Gläubiger der Unternehmensanleihe auch auf eine Restrukturierung der Anleihe einstellen. Eine solche Restrukturierung könnte insbesondere eine Reduzierung der Zinsen und einen teilweisen Verzicht auf die Forderungen bedeuten.

Die Kanzlei ARES Rechtsanwälte ist auf die Vertretung geschädigter Anleger im Bank- & Kapitalmarktrecht spezialisiert. 


Rechtstipp vom 15.05.2017
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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