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Offener Immobilienfonds: UniImmo Global eingefroren – Anleger sollten handeln

Rechtstipp vom 22.03.2011
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Immer öfters stecken Gelder von Anleger in eigefrorenen Immobilienfonds fest. Wer in dieser Zeit dringend Geld benötigt, muss seine Anteile oftmals mit enormen Verlusten über die Börse verkaufen, was für viele Anleger ein finanzielles Desaster darstellt. Offene Immobilienfonds gelten als sichere und risikoarme Kapitalanlage. Dies dachte jedenfalls eine Vielzahl von Anleger, des 2,3 Milliarden-Euro UniImmo Global Immobilienfonds.

Frankfurt: Seit dem 17. März 2011 hat die Anlagegesellschaft der Volksbanken, Union Investment, ihren offenen Immobilienfonds UniImmo Global eingefroren. Nach Angaben des Unternehmens sei die derzeit schwierige Lage in Japan für diese Maßnahme ursächlich. Rund 14 Prozent der Immobilien des Fonds befänden sind in Tokio und machen aufgrund der aktuellen Geschehnisse eine Bewertung der Objekte sowie eine seriöse Ermittlung der Anteilspreise zurzeit unmöglich.

Was bedeutet dies für Anleger?

Für die von der Rücknahmeaussetzung rund 150.000 betroffenen Kapitalanleger bedeutet dies zunächst keinerlei Zugriff auf ihr Geld und kein Verkauf neuer Anteile. Bereits Anfang März wurden zugehörige Fondsgebäude abgewertet, was zu einem Werteverlust von 4,5 Prozent führte.

Aktuell beträgt der Nettoinventarwert (NAV) 51,60 Euro pro Anteil. Genau diese Anteile werden zurzeit am Zweitmarkt für 48,00 Euro pro Anteil (Datum 21.03.2011) gehandelt. Rein rechnerisch ergebe dies bei aktuellem Verkauf einen Verlust i. H. v. 6,9 Prozent.

Der UniImmo Global Immobilienfonds ist jedoch nicht der einzige Fonds, der ebenfalls im großen Stil in Gebäude in Japan investiert hat. So informiert der Fondsverband BVI: Von 1647 Immobilien im Besitz offener Immobilienfonds stehen 45 in den Metropolen des Inselstaates.

Seit mehr als zwei Jahren steht das Anlagesegment der offenen Immobilienfonds unter Druck. Viele Gesellschaften bekamen in der Finanzkrise Liquiditätsschwierigkeiten. Für drei Fonds wurde sogar die komplette Auflösung beschlossen.

Anleger, die in den UniImmo Global Investmentfonds investiert haben, sollten nun handeln. So können Prospektfehler und/oder Falschberatungen der vermittelnden Banken oder anderen Vertriebsorganisationen zu Schadensersatzansprüchen führen. Ob Ihnen solch ein Anspruch zusteht, sollte sie von einer auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei überprüften lassen, um weiteren Schaden abzuwenden.

Weitere Informationen sowie rechtliche Hilfe finden Sie auf unserer Internetpräsens unter: www.iva.ag


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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