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P&R-Insolvenz: was Sie als Anleger wissen müssen

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54.000 Betroffene, 3,5 Milliarden Euro Investition, 1 Million fehlende Container… Innerhalb kürzester Zeit hat die P&R-Insolvenz dramatische Ausmaße angenommen. Und den Investoren bleiben für den Moment nur jede Menge Fragen: Wie hoch sind die zu erwartenden Verluste? Wie lange wird sich das Verfahren hinziehen? Muss ich als Geschädigter einen Anwalt beauftragen? Wie hoch sind die Anwaltskosten?

Die Anwaltskanzlei Lenné hat im Laufe der letzten Wochen rund 200 Geschädigte der P&R-Insolvenz beraten. In einem Videobeitrag gibt Guido Lenné, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, nun Antworten auf die wichtigsten Fragen und fasst den aktuellen Stand der P&R-Insolvenz zusammen.

Der Ablauf

Im Juli wird nun vermutlich das Insolvenzverfahren von P&R Container eröffnet. Zunächst wird der zuständige Insolvenzverwalter die Geschädigten anschreiben und ihnen eine Frist setzen, innerhalb derer Forderungen anzumelden sind.

Dann ist Geduld gefragt, denn ein Verfahren in dieser Größenordnung und mit Auslandsbeteiligung wird voraussichtlich einige Jahre dauern. Geschädigte sollten sich auf einen Zeitraum von 4-6 Jahren (möglicherweise auch länger) einstellen. Erst dann können Anleger mit der Auszahlung der Quote, also ihrem Teil der Forderungen, rechnen.

Ähnliche Insolvenzverfahren

In den vergangenen 10 Jahren hat die Anwaltskanzlei Lenné an vielen Insolvenzverfahren mitgearbeitet und verfügt über einen großen Erfahrungsschatz auf diesem Gebiet. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass es am Ende oft besser ausgeht als zunächst zu vermuten war. Doch die bittere Wahrheit bleibt: Mit Verlusten ist bei einer Insolvenz immer zu rechnen. In Branchenkreisen werden die für P&R-Anleger zu erwartenden Verluste auf ca. 80 % geschätzt.

Es gilt daher, die Verluste so gering wie möglich zu halten und sicherzustellen, dass Sie als Anleger den Ihnen zustehenden Anteil auch erhalten. Deshalb ist die Beauftragung eines Anwalts in jedem Fall ratsam.

Warum brauche ich einen Anwalt?

Sie selbst können mit dem Insolvenzverwalter kaum in Kontakt treten. Dieser ist lediglich gegenüber dem beauftragenden Insolvenzgericht auskunftspflichtig. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass sich Insolvenzverwalter in ihrem eigenen Interesse mit Vertretern großer Gläubigergruppen auseinandersetzen. Außerdem zeichnet sich jetzt bereits ab, dass es sich in diesem Fall um ein komplexes Insolvenzverfahren mit vielfältigen juristischen Fragestellungen handelt. Ein erfahrener Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann flexibel und zeitnah auf diese Fragestellungen reagieren.

Wie hoch sind die Anwaltskosten?

Tatsächlich sind die Anwaltskosten nicht annähernd so hoch wie die möglichen Verluste der Anleger. Liegt eine Rechtsschutzversicherung vor, werden die Kosten außerdem oftmals ganz oder zumindest anteilig vom Versicherer getragen. Die Kosten sind jedoch auch ohne Versicherung überschaubar. So liegt das Anwaltshonorar bei einer Insolvenzforderung von 25.000 € beispielsweise zwischen 500 und 1.000 € (einmalige Zahlung).

Die Anwaltskanzlei Lenné bietet Betroffenen eine kostenlose Erstberatung (telefonisch oder vor Ort) sowie ein kostenloses Infopaket zur P&R-Insolvenz auf ihrer Website und klärt bei Bedarf ab, ob eine möglicherweise bestehende Rechtsschutzversicherung die Kosten übernehmen würde.


Rechtstipp vom 10.07.2018

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