Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Probezeit, Kündigung, Urlaub

(23)

Eine Probezeit muss bei jedem Arbeitsverhältnis gesondert vereinbart werden und gilt nicht automatisch als vereinbart. Sie darf sechs Monate nicht überschreiten. In diesem Zeitraum kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

Üblicherweise wird während der Probezeit kein Urlaub gewährt. Entsprechende Regelungen werden meist in den Arbeitsverträgen aufgenommen. Der Mitarbeiter verdient zwar seinen Urlaub in dieser Zeit (pro Monat 1/12 des Jahresurlaubs), darf ihn aber erst nach Beendigung der Probezeit nehmen.

Wenn der Arbeitnehmer bereits während der Probezeit ein Urlaubsantrag für einen Zeitpunkt nach Ablauf der Probezeit stellt und der Arbeitgeber diesen Urlaub auch genehmigt, so kann der Arbeitgeber trotzdem noch während der Probezeit, notfalls am letzten Tag, kündigen.

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass ein für die Zukunft gewährter Urlaub immer unter dem Vorbehalt steht, dass das Arbeitsverhältnis bei Urlaubsantritt noch besteht. Der Arbeitnehmer kann nicht darauf vertrauen, dass ihm nicht mehr gekündigt wird, weil bereits Urlaub nach Ablauf der Probezeit genehmigt ist. Die Kündigung des Arbeitgebers ist nicht treuewidrig.

Rechtsanwältin

Isolde Borsos


Rechtstipp vom 10.01.2012
aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.