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8 Tipps, wie Sie Scheidungskosten senken können

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Eine Scheidung ist sowohl emotional als auch finanziell für den Menschen enorm belastend. Die Trennung ist zumeist einhergehend mit dem Scheitern gemeinsamer Lebenspläne und nicht selten hat das Ehepaar bereits damit begonnen, sich eine gemeinsame Familienbasis zu schaffen. Eigentum und im schlimmeren Fall sogar Kinder sind bereits vorhanden, sodass die Scheidung nicht so einfach über die Bühne gebracht werden kann.

Die emotionale Last kann sicherlich nicht so leicht gemindert werden, aber Scheidungskosten lassen sich durchaus mindern, wenn beide Partner zumindest für die Phase der Scheidung einen kühlen Kopf bewahren.

Diese 8 guten Tipps helfen dabei, die Scheidungskosten merklich zu senken und somit auch den Stress der Scheidung abzumindern.

1. Keine unüberlegten Aktionen

Natürlich ist eine Trennung geprägt von Emotionalität, doch lassen sich viele Scheidungskosten durch die Vermeidung von unüberlegten Aktionen vermeiden. Zudem wird durch unüberlegte „Rache“-Aktionen die ganze Situation einer Scheidung meist ohnehin nur verschlimmert.

2. Die Wahl des Rechtsanwalts

Ebenso wichtig ist letztlich auch der zweite Tipp, die Minderung von Scheidungskosten durch die Wahl des Rechtsanwalts. Die Anwaltsbranche ist seit Jahren übersättigt, sodass sich auch in finanziell schweren Zeiten die Scheidungskosten individuell – zumindest im außergerichtlichen Verfahren – durch Absprache mit dem gewählten Anwalt ggf. mindern lassen.

3. Nur ein Rechtsanwalt (einvernehmliche Scheidung)

Im Idealfall könnte das sich scheiden lassende Paar auch Scheidungskosten sparen, indem ein „gemeinsamer“ Anwalt die Scheidung vornimmt und dementsprechend auch nur eine Gebührenrechnung zu zahlen wäre. Die Anwaltskosten machen einen nicht unerheblichen Anteil der Scheidungskosten aus und mitunter kann jeder eingesparte Euro im Nachhinein Gold wert sein.

4. Unterhaltszahlungen genau definieren

Sollten aus der Ehe Kinder hervorgegangen sein, ist es immens wichtig, dass die Unterhaltszahlungen genau definiert werden. Dies spart Scheidungskosten dahingehend ein, dass im Falle einer gerichtlichen Streitigkeit keinerlei unvorhergesehene Forderungen mehr gestellt werden können. Eine Scheidung ist selten ein Spaß und daher sollte jeder Beteiligte mit Allem rechnen.

5. Prüfung des Ehevertrags

Auch durch eine genaue Überprüfung des gemeinsamen Ehevertrages können Scheidungskosten eingespart werden, da zahlreiche Eheverträge im Lauf der Ehezeit schlichtweg ungültige Klauseln enthalten.

6. Komplizierte Details klären

Sämtliche komplizierten Details der Ehe, wie beispielsweise gemeinsames Eigentum, können noch vor der Scheidung genau durch entsprechende Regelungen geklärt werden. Dies führt ebenfalls zu einer Minderung der Scheidungskosten, da viele Streitpunkte zum Zeitpunkt der tatsächlichen Scheidung schlicht und ergreifend nicht mehr vorhanden sind.

7. Ehe sauber beenden

Tipp Nummer sieben geht in die gleiche Richtung und erfordert ein Maß an Sachlichkeit. Trotz der Scheidung sollten beide Partner an die Scheidungskosten denken und möglichst jede Kleinigkeit, die das gemeinsame Leben ausgemacht haben, sauber zu einem Ende bringen, bevor es zu dem Scheidungstermin kommt. Die Scheidungskosten werden dadurch massiv gedrückt.

8. Mediation zur Klärung von Streitigkeiten

Sollten sich diese Tipps nicht ohne Hilfe umsetzen lassen, können selbst strittige Parteien Scheidungskosten dadurch einsparen, dass vor dem eigentlichen Scheidungstermin ein gemeinschaftlicher Mediationstermin wahrgenommen wird. Bei einem derartigen Termin wird ein Gespräch unter Anleitung auf sachlicher Ebene geführt, was die Scheidungskosten durchaus merklich senken kann. Nicht selten ist es diese fehlende Sachlichkeit, die eine Scheidung schmerzhaft werden und die Scheidungskosten regelrecht explodieren lässt.


Rechtstipp vom 20.01.2018
aus der Themenwelt Scheidungsantrag, Online-Scheidung und Co. und dem Rechtsgebiet Familienrecht

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