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Abgasskandal und Opel und Renault und Mercedes und BMW und ?

Rechtstipp vom 22.12.2015
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Rechtstipp vom 22.12.2015
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Kurz vorm Jahreswechsel kommt noch einmal Bewegung in den Abgasskandal um manipulierte Stickoxid-Werte (NOx) bei Abgasmessungen bei Dieselfahrzeugen. Zunächst hat Volkswagen die Lösung für die Maniupulationen an 1,6 l Diesel-Motoren in einem Stück Plastik gefunden. Nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) handelt es sich um ein Plastikgitter vor dem Lufteinlass (Luftgleitgitter). Den Wert schätzt die DUH auf € 2,50 und stellt dem Kosten in den U.S.A. gegenüber, die von mehreren hundert Euro und 5 bis 10 Arbeitsstunden zur Schadensbeseitigung ausgehen. Ein eklatanter Widerspruch im Aufwand, der starke Zweifel an der Wirksamkeit des Luftgleitgitters und eines Softwareupdates aufkommen lässt. 

Die DUH hat nun jedoch auch veranlasst, dass die NOx-Werte von Diesel-Fahrzeugen weiterer Hersteller gemessen werden. Auf den Prüfstand kam ein Opel Zafira 1.6 CDTi, ein Mercedes C 200i sowie ein Renault Espace 1.6 dCi und ein BWM 320d. Entsprechend der Pressemitteilungen der DUH sollen sich dabei signifikante Differenzen bei den Messwerten kalter und warmer Motoren ergeben haben. Hierüber berichtete auch das ZDF in seiner Sendung frontal21. 

Politisch muss man konstatieren, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vornehme Zurückhaltung walten lässt: Messergebnisse werden aktuell unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Herstellern diskutiert, so die DUH. Und auf EU-Ebene wurde der von der Bundesregierung angestrebte „Verschmutzungsfaktor“ von 110% im Umweltausschuss abgelehnt. 

Vor diesem Hintergrund muss jedem Eigentümer eines Diesel-Fahrzeugs dazu geraten werden, den Händler bzw. Hersteller vorsorglich in Anspruch zu nehmen. Auf der anderen Seite müssen Vertragshändler anderer Marken ebenfalls damit rechnen, mit dieser Problematik in 2016 konfrontiert zu werden. Nach aktueller Kenntnis kann nicht ausgeschlossen werden, dass Diesel-Kfz generell zu hohe Werte von NOx emittieren und die DUH und weitere Institutionen sind nah an dem Thema dran. Ob das nun an der Messtechnik liegt oder an etwaigen Manipulationen auch anderer Hersteller als Volkswagen, wird sich zeigen. Wir beraten Sie dazu sehr gerne. Bis dahin sehr instruktiv die Pressemitteilungen der DUH unter: www.duh.de/presse.html


Rechtstipp aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und dem Rechtsgebiet Kaufrecht

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