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Die Geschäftsführung/mitarbeitende Familienangehörige der GmbH und die Versicherungspflicht

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Im Rahmen eines Statusfeststellungsantrages bei der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung können und sollten sich Gesellschafter-Geschäftsführer Gewissheit über ihren Sozialversicherungsstatus verschaffen.

Die Beurteilung ob eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder eine selbstständige Tätigkeit vorliegt, hängt anders als bei den meisten anderen Angestellten von zahlreichen Kriterien ab. Neben den Beteiligungs-/Mehrheitsverhältnissen bestimmt u. a. die Art der Ausführung der Tätigkeit, insbesondere die Ausgestaltung bei der Feststellung eine tragende Rolle. Danach kann auch die Tätigkeit eines Minderheitsgesellschafters im Einzelfall eine selbständige Tätigkeit darstellen. 

So wird der Antrag auf Statusfeststellung für Gesellschafter-Geschäftsführer in jedem Fall empfohlen, wenn der Sozialversicherungsstatus noch nicht verbindlich ermittelt wurde.

Hintergrund sind die möglichen eklatanten Folgen für Betroffene, die in der Annahme eines falschen Sozialversicherungsstatus Sozialversicherungsbeiträge zahlen oder auch nicht.

Diese können sich dergestalt äußern, dass 

  • die Betroffenen auch bei erfolgter Beitragszahlungen keinen Anspruch auf Leistungen haben, wenn die Sozialversicherungspflicht nicht bestand,
  • seitens der Sozialversicherungsträger für viele Jahre nachträglich Beiträge gefordert werden, wenn eine Sozialversicherungspflicht bestand.

Soweit Beiträge irrtümlich gezahlt werden, aber keine Versicherungspflicht bestand, verfügt der Betroffene beispielsweise im Falle der Verschlechterung seiner Gesundheit oder der Arbeitslosigkeit über keine Absicherung. 

Wurden Beiträge nicht abgeführt können hohe Nachforderungen den Bestand des Unternehmens gefährden. Insoweit muss von den Betroffenen auch die Möglichkeit der Gestaltung der Verhältnisse für die Zukunft betrachtet werden. 

Der Antrag auf Statusfeststellung bringt den Betroffenen nicht nur Rechtssicherheit bezüglich ihrer Leistungsansprüche und Beitragspflichten, sondern die Möglichkeit die Altersvorsorge in die eigenen Hände zu nehmen. Ob dann eine private Altersvorsorge bei einem Versicherungsunternehmen abgeschlossen oder ein Immobilienvermögen zur Altersvorsorge aufgebaut wird, steht dann in Ihrem Ermessen. Letztlich muss festgestellt werden, dass viele Betroffene es deutlich effektiver ist, als die gesetzliche Sozialversicherung. Häufig können überdies gezahlte Sozialversicherungsbeiträge für die Vergangenheit zurückgefordert werden. 

Wir raten daher dazu sich hierzu fachkundig beraten zu lassen und stehen Ihnen mit unseren Leistungen jederzeit zur Verfügung. Wir sind bundesweit aktiv.


Rechtstipp vom 17.03.2014

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