Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Der Standort konnte nicht bestimmt werden.
Der Standort konnte nicht bestimmt werden.

Verfolgung von Verkäufen unlizenzierter Tonträger durch die Pink Floyd Music Ltd.

  • 2 Minuten Lesezeit

Die Pink Floyd Music Ltd. verfolgt nach wie vor in hohem Ausmaß die Verwertung von nicht lizenzierten Tonträgern (sog. Bootlegs) durch die Kanzlei Sasse & Partner aus Hamburg.

In diesem Zusammenhang hat die Kanzlei bereits einige Urteile vor den Hamburger Gerichten erstritten, sodass nicht anzuraten ist, Schreiben der Kanzlei in diesem Zusammenhang zu ignorieren.

Das Problem in diesen Fällen ist oft ein praktisches. In fast keinem Fall hat sich der Verkäufer Gedanken über eine Berechtigung gemacht, bevor er das entsprechende Musikalbum über eBay & Co zum Verkauf stellte.

Die Alben können seit Jahren im eigenen Plattenregal stehen, die damaligen Verkäufer mögen seriös gewirkt haben, die Qualität der Tonaufnahmen sowie des Covers deuten nicht auf eine unlizenzierte Version hin - und wer hat schon die gesamte Discographie der Gegenseite im Kopf?

Das alles schützt im Ernstfall allerdings nicht davor, von den Rechteinhabern kostenpflichtig auf Unterlassung in Anspruch genommen zu werden, sollte man dort auf den Verkauf solcher Musikwerke aufmerksam geworden sein.

Eines der Probleme besteht u. a. auch darin, dass der Abgemahnte zwar grundsätzlich das Recht hat, wiederum Regress bei seinem Verkäufer zu nehmen, sich dieser allerdings kaum jemals noch ermitteln lässt, sodass die Kosten einer solchen Rechtsverfolgung letztlich auf dem letzten Glied in der Kette hängenbleiben.

Bevor Musikalben zum Verkauf gestellt werden, sollte man sich daher zunächst noch einmal zurückerinnern, wo man damals das Album erstanden hat. Sofern das Werk von einem Flohmarkt, von eBay oder einer Schallplattenbörse (dies alles eignet sich erfahrungsgemäß gut dazu, unlizenzierte Werke abzusetzen) o. ä. stammt, sollte man sich vor einem Weiterverkauf vergewissern, dass das Album a) vom Rechteinhaber auf den Markt gebracht wurde und zwar b) für den Markt bestimmt war, auf dem man es nun weiterverkaufen möchte. ein Abgleich mit offiziellen Herausgabelisten wäre hier das Mindeste, was anzuraten wäre.

Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und eine Abmahnung ausgesprochen, bleibt nur die Möglichkeit, kostenreduzierend vorzugehen und darauf zu achten, dass man sich durch die eingeforderte Erklärung nicht weiter bindet als absolut notwendig, da derartige Erklärungen eine Gültigkeit von 30 Jahren besitzen.

Sofern Sie wie beschrieben in Anspruch genommen worden sind und Fragen haben bzw. sich vertreten lassen möchten, um die Forderungen zu reduzieren, können Sie sich gerne an mich wenden.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten IT-Recht, Markenrecht, Urheberrecht & Medienrecht

Artikel teilen:


Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!

Weitere Rechtstipps von Rechtsanwalt Timm Drouven

Kürzlich erreichte uns zum wiederholten Male eine Abmahnung der Rechtsanwaltskanzlei Frommer Legal für die Image Professionals GmbH. Diese lässt eine vermeintliche Urheberrechtsverletzung ... Weiterlesen
Regelmäßig erreichen uns urheberrechtliche Abmahnungen, welche die Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG von den JBB Rechtsanwälten aus Berlin aussprechen lässt. Auch aktuell liegt uns ein ... Weiterlesen
Uns liegt eine weitere Abmahnung der Kanzlei Nesselhauf für Herrn Christian Kaiser vor. Wir haben über solche Schreiben bereits berichtet, vgl. Weiterlesen

Beiträge zum Thema

08.06.2017
Eine aktuelle urheberrechtliche Abmahnung im Auftrag der Pink Floyd Music Ltd. aus Großbritannien, ausgesprochen ... Weiterlesen
28.09.2020
Urheberrechtliche Abmahnung der Kanzlei Gutsch & Schlegel aus Hamburg im Auftrag der Pink Floyd Music Ltd. ... Weiterlesen
17.12.2019
Erneut sind wir wegen einer Abmahnung der Rechtsanwälte Gutsch & Schlegel mit Sitz in Hamburg für die ... Weiterlesen