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Widerrufsjoker: Sparen Sie die Nichtabnahmeentschädigung

Rechtstipp vom 04.04.2017
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Rechtstipp vom 04.04.2017
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Der Widerrufsjoker sticht in den letzten Wochen vor Gericht noch häufiger als zuvor! Besonders oft sind auch in den neuen Darlehen ab 2010 Verträge der ING DiBa, Volksbanken und Raiffeisenbanken, Sparkassen, Santander, Sparda und der Commerzbank betroffen. Durch den Widerruf der Darlehen können Verbraucher hohe Entschädigungen sparen.

Die Nichtabnahmeentschädigung

Oftmals werden von Banken sogenannte Forward-Darlehen angeboten. Dabei können Sie schon heute einen Darlehensvertrag unterschreiben, das Darlehen jedoch z. B. erst in 5 Jahren abrufen. Ziel dabei ist es, die aktuellen Zinsen zu sichern. Dadurch wird das Risiko umgangen, dass die Zinsen in den nächsten 5 Jahren wieder steigen könnten. 

Gerade in den Jahren der Eurokrise wurden viele Forward-Darlehen abgeschlossen. In den Verträgen ist aber auch geregelt, dass eine Nichtabnahmeentschädigung für die Verbraucher fällig wird, wenn sie das Darlehen nicht in Anspruch nehmen möchten. Sie können das Darlehen dann entweder widerrufen oder vom Vertrag regulär zurücktreten. Die Nichtabnahmeentschädigung ist also das Äquivalent zur Vorfälligkeitsentschädigung, sofern ein Darlehen schon abgeschlossen, aber noch nicht zu laufen begonnen hat. Auch hierbei kann der Widerrufsjoker helfen. 

Der Widerrufsjoker

Dass man durch den Widerrufsjoker viel Geld sparen kann, ist in den letzten Jahren sehr deutlich geworden. Bis heute können Darlehen mit fehlerhaften Widerrufsbelehrungen von Verbrauchern widerrufen werden. Dabei können Verbraucher aus Krediten aussteigen und die aktuelle Niedrigzinsphase nutzen, indem sie günstigere Kredite beanspruchen oder die Vorfälligkeitsentschädigung durch Widerruf des Kredits einsparen.

So sparen Sie die Nichtabnahmeentschädigung

Die Nichtabnahmeentschädigungen, die von den Banken gefordert werden, sind oft sehr hoch. Dabei können Sie häufig mit ca. 15 % Ihrer Darlehenssumme rechnen. Die konkrete Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung oder Nichtabnahmeentschädigung hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, insbesondere auch vom Jahr des Darlehensabschlusses. 

Auch in den Forward-Darlehensverträgen sind häufig Fehler in den Widerrufsbelehrungen zu finden. Wird ein Fehler gefunden, besteht die Möglichkeit, das Darlehen zu widerrufen. Sollten Sie ein Forward-Darlehen abgeschlossen haben und dieses nicht nutzen wollen, weil Sie aktuell ein günstigeres Darlehen abschließen könnten, sollten Sie nicht zögern, sich anwaltliche Hilfe zu holen. Oft ist es sogar möglich, eine außergerichtliche Einigung mit den Banken zu treffen. Außergerichtliche Einigungen sind meist schneller zu erzielen als ein Erfolg in einem Gerichtsverfahren. Dabei bestehen Chancen auf eine geringere oder gar keine Nichtabnahmeentschädigung oder aber niedrigere Zinsen ihres Forward-Darlehens. Diese Chancen auf den Darlehenswiderruf sollten Sie sich nicht nehmen lassen.

Die Erstberatung beim Widerruf von Darlehen (Widerrufsjoker) ist bei uns bundesweit kostenfrei.


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